Brasilianische Petrobras mit 1,3 Mrd. US-Dollar Verlust

06.08.2012 | Wirtschaft |

Die Hauptverwaltung der Petrobras in Rio de Janeiro / Copyright: Flickr, CC, T. Hobbs

Die halbstaatliche brasilianische Erdölunternehmen Petrobras hat in den vergangenen drei Monaten einen Verlust von 1,3 Milliarden US-Dollar (ca. eine Milliarde Euro) eingefahren. Es ist das schlechteste Ergebnis seit zehn Jahren. Damit hat Graça Foster, seit Februar 2012 die Vorstandsvorsitzende der Petrobras, gleich zu Beginn ihrer ersten Amtszeit die schwierige Aufgabe, Petrobras wieder zurück auf den Erfolgskurs der vergangenen Jahre zu bringen. Das Umfeld allerdings wird es ihr dabei nicht leicht machen. Eine Entscheidung hat sie dabei schon getroffen. Sie wird voraussichtlich die Leitung für die internationalen Geschäfte abgeben. Dies gab sie bereits Anfang dieses Monats bekannt, als die schlechten Geschäftszahlen ihr wohl schon bekannt gewesen sein dürften.

Ein wesentlicher Grund für das schlechte Abschneiden der Petrobras ist der Wechselkurs des Real zum US-Dollar. Der Real büsste in den vergangenen drei Monaten rund elf Prozent im Vergleich zum US-Dollar ein. Da das wichtigste Geschäft der Export ist, haben sich durch den Wechselkurs bedingt die Einnahmen deutlich verschlechtert. Gleichzeitig ist Petrobras im Ausland stark verschuldet, weshalb sich die Zinsen zu einer Belastung durch die Veränderung im Wechselkurs entwickelten.

Der Reinerlös von Petrobras ist um 64 Prozent in der gleichen Periode zurückgegangen. Der hohe Rückgang zeigt, dass es nicht allein der Wechselkurs ist, der Petrobras ein schwieriges Geschäftsumfeld zu bereiten scheint. Auch schlagen sich in dem Rückgang die hohen Ausgaben nieder, die,  zum Teil geplant – zum Teil ungeplant, notwendig geworden waren, um den Förderbetrieb auch zukünftig am Laufen zu halten. (mas)


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