Präsidentin der Petrobras, Maria das Graças Silva Foster / Copytight: Agência Brasil

Präsidentin der Petrobras, Maria das Graças Silva Foster / Copytight: Agência Brasil

Die internationalen wirtschaftlichen Schwankungen haben keine negativen Auswirkungen auf die Investitionsfähigkeit des brasilianischen halbstaatlichen Erdölunternehmens Petrobras gehabt, so die Präsidentin des Unternehmens, Maria das Graças Foster. Die Prognosen für die Investitionen im Jahr 2012 sind die höchsten in der Geschichte der Petrobras und werden wahrscheinlich 88 Milliarden Reais (rund 35,4 Milliarden Euro) erreichen. Die Berechnungen, die Foster gestern bei einer öffentlichen Anhörung im Abgeordnetenhaus vortrug, legen in 2012 einen maximalen Durchschnittspreis des Barrels Erdöl von 130 US-Dollar zugrunde.

Das Unternehmen arbeitet aktuell mit einem Barrel-Preis von 119 US-Dollar. Für Foster seien hohe Werte sehr schlecht für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. „Die Petrobras versorgt Brasilien praktisch zu 100 Prozent, um genau zu sein kommen wir auf 98 Prozent. Es wäre unmöglich, die jetzigen Preise zu halten und die höheren Kosten, nicht weiterzugeben, wenn das Rohöl Brent so ansteigt, wie einige es vorhersagen. Es gibt aber auch andere Schätzungen, dass das Erdöl zukünftig nur bis zu 100 US-Dollar kosten wird“, so fügte Foster hinzu.

Des Weiteren teilte die Präsidentin der Petrobras mit, dass man in Zukunft besonders in den Kauf von Sonden, die von der einheimischen Industrie produziert werden, investieren möchte. „Zurzeit werden alle Sonden, die wir verwenden, importiert und viele davon kommen mit Verspätung an. Ab 2016 möchten wir die ersten nationalen Sonden einsetzen.“ Das Unternehmen strebe an, 33 neue Sonden einzukaufen, dazu zusätzlich 40 Sonden, die bis Ende dieses Jahres vertraglich abgesichert werden sollen, um die nationale Nachfrage abzudecken. (ds)