Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff möchte die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Angola und Mosambik stärken / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff möchte die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Angola und Mosambik stärken / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff besucht ab morgen die ehemaligen portugiesischen Kolonien Mosambik und Angola. Zwischen diesen Ländern bestehen enge wirtschaftliche, soziale und Handels-Beziehungen. Experten sehen für Mosambik innerhalb der afrikanischen Länder das stärkste Wirtschaftswachstum voraus und auch Brasilien profitiert davon. So hat das brasilianische Unternehmen Vale ein Industriegebiet mit Kohleminen im Norden Mosambiks errichtet. Ziel ist es, 12 Millionen Tonnen zu produzieren, dafür hat die Firma bereits sechs Millionen US-Dollar investiert.

Insgesamt beträgt das brasilianische Investitionsvolumen für Mosambik 70 Millionen US-Dollar. Die finanziellen Mittel werden für die Herstellung von Medikamenten, Bildung, Landwirtschaft und die Ausbildung von Fachkräften verwendet. Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern ist in den ersten Monaten dieses Jahres um 25 Millionen US-Dollar auf 60 Millionen US-Dollar gestiegen.

In der Hauptstadt Maputo wird Dilma Rousseff an den Ehrungen des ehemaligen Präsidenten Samora Machel teilnehmen, der den Kampf um die Unabhängigkeit von Portugal anführte und der erste Präsident des eigenständigen Landes wurde. Zudem ist ein Treffen mit dem gegenwärtigen Präsidenten Armando Guebuza und zwischen brasilianischen und mosambikanischen Unternehmern geplant.

Auch in Angola wird Rousseff versuchen die wirtschaftlichen Kooperationen zwischen den Staaten zu stärken und sich nicht zu internen politischen Konflikten äußern. Zwischen 2002 und 2008 wuchs der bilaterale Handel zwischen Brasilien und Angola auf 4,21 Milliarden US-Dollar. Dabei investiert Brasilien in das Bauwesen, die Energieindustrie und in das Mineralvorkommen des Landes. (gp)