Dem brasilianischen Sportminister Orlando Silva wird Korruption vorgeworfen / Copyright: Agência Brasil

Dem brasilianischen Sportminister Orlando Silva wird Korruption vorgeworfen / Copyright: Agência Brasil

Kurz nach ihrer Ankunft in Pretoria, der Hauptstadt Südafrikas, stellte sich die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff Befragungen zu den Korruptionsanschuldigungen gegenüber dem brasilianischen Sportministers Orlando Silva. Rousseff äußerte sich, dass die brasilianische Regierung immer davon ausgehe, dass die jeweiligen Personen zu Unrecht beschuldigt worden sind und dass detaillierte Nachforschungen zum Aufklären des Falls getätigt werden.

Orlando Silva wird vorgeworfen, Gelder des Programms Segundo Tempo („Zweite Zeit“) unterschlagen zu haben, das Nichtregierungsorganisationen Ressourcen zur Verfügung stellt mit dem Ziel, Jugendliche zum Sport zu animieren. Silva streite jegliche Vorwürfe ab und bat die brasilianische Polizei und die Bundesstaatsanwaltschaft darum, in diesem Fall zu ermitteln.

Der Sportminister werde sich heute einer Anhörung im Nationalkongress unterziehen und alle Fragen der Abgeordneten und Senatoren beantworten.

Rousseff betonte außerdem, dass die Regierung vorsichtiger geworden sei, Gelder an Nichtregierungsorganisationen zu transferieren, da diese weniger formal als Präfekturen und die Bundesstaaten seien. Denn letztere wären öffentliche Institutionen, die nach einem strikten Regelwerk fungieren und in Verbindung mit den Gerichten stehen.

Laut Rousseff müsse man die gleichen Regelungen bei Nichtregierungsorganisationen haben. Nicht alle dieser Organisationen könne man allerdings „über einen Kamm scheren“. Trotz allem sei die Regierung vorsichtig, da es bei einigen Organisationen Schwachpunkte im Umgang mit Finanzmitteln gäbe. (ds)