687.000 Familien sind bereits in das Programm Brasil Carinhoso aufgenommen / Copyright: Wikimedia Commons(Antônio Milena/ABr)
687.000 Familien sind bereits in das Programm Brasil Carinhoso aufgenommen / Copyright: Wikimedia Commons(Antônio Milena/ABr)

687.000 Familien sind bereits in das Programm Brasil Carinhoso aufgenommen / Copyright: Wikimedia Commons (Antônio Milena/ABr)

Bis zum 18. Juni dieses Jahres sollen laut brasilianischer Regierung zwei Millionen Familien aus der extremen Armut geholt worden sein. Damit würde die Regierung die Hälfte ihres Zieles erreichen, das die Unterstützung für vier Millionen Familien anstrebt. Zwei Millionen Familien sollen bis zu diesem Datum die Unterstützung zur Überwindung der Armut (Benefício de Superação da Extrema Pobreza) erhalten. Diese ist Teil des Programms „Liebevolles Brasilien“ (Brasil Carinhoso) und sieht pro Familienmitglied monatlich 70 Reais (rund 28 Euro) vor.

Die Bilanz des Programms sei exzellent, so die Ministerin für Soziale Entwicklung und Kampf gegen den Hunger (Ministério do Desenvolvimento Social e Combate à Fome) Tereza Campello. All das, was die Präsidentin zu Beginn des Programms gesagt habe, würde erfüllt, erklärt die Ministerin. Laut Regierung soll der Großteil der Bevölkerung bis 2014 die extreme Armut überwunden haben.

Neben der finanziellen Unterstützung gibt es im Zuge des Programms auch Förderungsmöglichkeiten bei der beruflichen Qualifikation. Die Ministerin Tereza Campello sagte, es sei enorm wichtig die Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Dabei käme es primär nicht auf ein hohes Gehalt an, sondern auf die soziale Eingliederung der Menschen.

Eine große Hürde des Programms ist, die extrem armen Familien ausfindig zu machen, da nicht alle Familien staatlich registriert sind. Bislang konnte man 687.000 Familien lokalisieren und in das Programm aufnehmen. Wie lang es noch dauern wird, bis alle Familien gefunden werden, weiß die Ministerin Campello nicht. Es werde mindestens einige Monate, wenn nicht sogar Jahre dauern. (sg)