Brasilianische Regierung hofft auf Ende des Professorenstreiks

06.08.2012 | Politik |
Nach Monaten des Streiks scheinen sich Professoren und Dozenten mit der Regierung zu einigen / Copyright: Wikimedia Creative Common, Torben

Nach Monaten des Streiks scheinen sich Professoren und Dozenten mit der Regierung zu einigen / Copyright: Wikimedia Creative Common, Torben

Das brasilianische Bildungsministerium (Ministério da Educação, kurz: MEC) sieht die Möglichkeit zu einem baldigen Ende des Streiks der Universitätsdozenten und Professoren (Professores de Instituições Federais de Ensino Superior, kurz: Proifes) staatlicher Universitäten. Die Regierung hatte den Streikenden in diesen Tagen einen Vorschlag unterbreitet, der die Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und eine Anpassung der Löhne vorsieht. Seit Monaten hatten die Dozenten und Professoren staatlicher Universitäten dies gefordert und gestreikt. Dabei kam der Universitätsbetrieb beinahe vollständig zum Erliegen. Insgesamt beteiligten sich sieben staatliche Universitäten und ein technisches Institut an dem Streik. Rund 20.000 Dozenten und Professoren nahmen somit an dem Protest teil.

Der Staatssekretär für höhere Bildung des MEC Amaro Lins geht davon aus, dass alle Professoren und Dozenten den Vorschlag der Regierung annehmen werden. Bereits 75 Prozent sollen sich für die Annahme des Regierungsvorschlags ausgesprochen haben. Die Professoren und Dozenten sollten nun schrittweise zu ihrer Aufgabe zurückkehren und an den staatlichen Universitäten lehren, fordert Lins.

Die Regierung sieht im Rahmen des Vorschlags eine Anpassung der Löhne zwischen 25 und 40 Prozent vor. Außerdem würden die Karrierestufen von 17 auf 13 minimiert werden. So sei eine schnellere Karriere möglich.

Abgesehen von den lehrenden Angestellten der staatlichen Universitäten, streikten auch die Angestellten der administrativen Bereiche. Der Planungsminister will mit ihnen ab morgen (7.8.) in Verhandlungen über eine Erhöhung der Gehälter treten. (sg)


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