Präsidentin Dilma Rousseff mit Finanzminister Guido Mantega / Copyright: Agência Brasil

Präsidentin Dilma Rousseff mit Finanzminister Guido Mantega / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff betonte gestern (30.08.) ihren Willen zur Reduzierung des Basiszinssatzes, da dieser einer der höchsten der Welt sei und das Wirtschaftswachstum Brasiliens hemme.

Das Geldpolitik-Komitee (Comitê de Política Monetária, kurz: Copom) der Zentralbank (Banco Central, kurz: BC) senkt den Zinssatz jedoch nur dann, wenn es die Konjuktur erlaubt. Anders als ihr Vorgänger Luíz Inacio Lula da Silva habe die brasilianische Präsidentin Vertrauen in den Direktor der Banco Central Alexandre Tombini und sei von seiner Kompetenz überzeugt. Sie betonte außerdem, dass die Banco Central den Basiszinssatz nicht um jeden Preis senken, sondern den richtigen Moment abwarte solle.

Gemeinsam mit Finanzminister Guido Mantega definierte Dilma Rousseff den Plan zur Reduzierung des Basiszinssatzes. Brasilien wolle versuchen, bis 2014 einen jährlichen Primärüberschuss von ca. drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu erwirtschaften. Würde dies der Regierung gelingen, so könne man spätestens bis 2015 das Haushaltsdefizit Brasiliens ausgleichen.

Die enge Zusammenarbeit zwischen der Präsidentin und dem Finanzminister sei für diese wichtigen Entscheidungen extrem wichtig. Mantega spreche täglich mehrere Male mit Dilma Rousseff und kommuniziere nichts an die Öffentlichkeit, das nicht mir ihr abgesprochen wurde.

Weitere Personen, die der Präsidentin in der derzeitigen Situation beratend zur Seite stehen sind der ehemalige Finanzminster Delfim Netto, die Wirtschaftsprofessoren Luiz Gonzaga Belluzzo und João Manuel Cardoso de Mello, der Unternehmer Jorge Gerdau, sowie der Präsident der Brasilianischen Nationalbank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social, kurz: BNDES) Luciano Coutinho. (sg)