Die Ministerin Tereza Campello om Ministerium für Soziale Entwicklung und Kampf gegen den Hunger am gestrigen Montag (25.03.) auf der Konferenz Plano Brasil sem Miséria. / Copyright: Agência Brasil
Die Ministerin Tereza Campello om Ministerium für Soziale Entwicklung und Kampf gegen den Hunger am gestrigen Montag (25.03.) auf der Konferenz Plano Brasil sem Miséria. / Copyright: Agência Brasil

Die Ministerin Tereza Campello om Ministerium für Soziale Entwicklung und Kampf gegen den Hunger am gestrigen Montag (25.03.) auf der Konferenz Plano Brasil sem Miséria. / Copyright: Agência Brasil

Parellel zur positiven Entwicklung des wirtschaftlichen Exports hat sich Brasilien in den letzten Jahren immer mehr zum Exporteur von Sozialprogrammen entwickelt. Dies resümierte die zuständige Ministerin, Tereza Campello, vom Ministerium für Soziale Entwicklung und Kampf gegen den Hunger (Ministerio de Desenvolvimento Social e Combate à Fome, kurz: MDS) am gestrigen Montag (25.03.) auf der Konferenz Plano Brasil sem Miséria (Plan „Brasilien ohne Misere“).

Vor allem Repräsentanten afrikanischer Länder seien vermehrt nach Brasilien gereist, um die Sozialprogramme der Regierung, deren Umsetzung und Messung kennernzulernen. Im Jahr 2012 empfang das MDS Delegationen aus insgesamt 58 Ländern. Davon waren 22 aus Afrika und 18 stammten vom amerikanischen Kontinent.

Vor allem das Programm zur Sicherstellung einer Grundversorgung mit Lebensmitteln (Programa de Aquisição de Alimentos, kurz: PAA) und das Cadastro Único, dem Programm zur allgemeinen Registrierung von Familien mit sehr niedrigem Einkommen würden von den ausländischen Delegetationen am meisten nachgefragt. Sogar Vertreter aus sogenannten entwickelten Ländern besuchten Brasilien, um die Umsetzung des Programms Cadastro Único kennenzulernen, führte Campello fort. Ebenso gehört das Programm zur Schulspeisung, das zusätzlich noch Kleinbauern unterstützt, zum Katalog der am meisten nachgefragten Maßnahmen.

In den Ländern Äthiopien, Malawi, Mosambik, Niger und Senegal wurde bereits das PAA eingeführt. „Brasilien ist heute eine Referenz für Sozialtechnologien und -politiken, da wir es geschafft haben Sozialpolitiken zu entwickeln, die über eine große Reichweite verfügen. Mittels einfacher Sozialmaßnahmen erreichen wir Millionen von Brasilianern“, fasste die Ministerin in ihrer Rede die Sozialpolitik des Landes zusammen. Aufgrund der hohen Nachfrage zum Kennernlernen dieser Programme geht das Ministerium in diesem Jahr dazu über, die Delegationen in gebündelten Seminaren und Workshops zu empfangen. (ms)