In diesem Jahr schlossen deutlich mehr Brasilianer Versicherungen ab / Copyright: Wikimedia Creativ Commons, Confederação Nacional das Empresas de Seguros
In diesem Jahr schlossen deutlich mehr Brasilianer Versicherungen ab / Copyright: Wikimedia Creativ Commons, Confederação Nacional das Empresas de Seguros

In diesem Jahr schlossen deutlich mehr Brasilianer Versicherungen ab / Copyright: Wikimedia Creativ Commons, Elsa Fiúza

Die brasilianische Versicherungsbranche schließt das Jahr 2012 mit Umsätzen von 255 Milliarden Reais (rund 92,2 Milliarden Euro) ab. Dies bedeutet einen Anstieg von 19,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den Jahren seit 2007 war lediglich ein durchschnittlicher Anstieg von 13 Prozent verzeichnet worden. Die Daten wurden gestern in Rio de Janeiro von dem Nationalen Bund der Versicherungsgesellschaften (Confederação Nacional das Empresas de Seguros, kurz: CNseg) veröffentlicht.

Jorge Hilário Gouvea Vieira, der Präsident der Vereinigung, sieht die Gründe für den deutlichen Anstieg in der Vergrößerung der Mittelklasse. Die relativ niedrige Arbeitslosenquote habe dazu geführt, dass viele Familien mehr Geld zur Verfügung haben, das wiederum teilweise in Versicherungen investiert wurde. Nach einer soziologischen Unterteilung wird die Mittelklasse durch den Buchstaben C gekennzeichnet. Die sozialen Klassen sind in ein alphabetisches System von A1, als höchste Klasse, bis F, als sozio-ökonomisch schwächste Klasse, eingeteilt. Hauptkriterium bei der Einteilung ist das Einkommen.

Laut Gouvea Vieira ist ein weiterer Grund für den Anstieg das Sparen der brasilianischen Bevölkerung. Viele Menschen gäben ihr Erspartes mittlerweile für Krankenversicherungen aus, erklärt der Präsident. Das Bewusstsein der Brasilianer für gesundheitliche Risiken sei in der letzten Zeit stark gewachsen. Gleichzeitig habe sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Versicherungen in vielen Lebenslagen eine wichtige Hilfe sein können. (sg)