Die brasilianische Zentralbank veröffentlichte gestern Werte für BIP, Inflation und Wechselkurs / Copyright: Copyright: Wikimedia Creative Commons, GNU Free Documentation License
Die Prognose zur Inflation entfernen sich immeDie Zentralbank entscheidet über die Höhe des Selic  / Copyright: Wikipedia Creative Commons, GNU, ACrush

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Zum ersten Mal seit fast zwei Jahren erhöht die brasilianische Zentralbank (Banco Central) den Basisleitzins Selic. Am Selic (Sistema Especial de Liquidação e Custódia = Spezielles System für Liquidation und Kosten) orientieren sich alle anderen Zinssätze.

Mit sechs zu zwei Stimmen stimmte das Komitee für Geldpolitik (Comitê de Política Monetária, kurz: Copom) für einen Anstieg des Leitszinses um 0,25 Prozentpunkte auf 7,5 Prozent pro Jahr. Die letzte Erhöhung liegt fast zwei Jahre zurück. Im Juli des Jahres 2011 wurde der Selic von 12,25 Prozent auf 12,5 Prozent angehoben. Seit dem wurde der Leitzins sukzessiv gesenkt, bis er im Oktober 2012 7,25 Prozent erreicht hatte, wobei es sich um den niedrigsten jemals gemessenen Wert handelte.

Der Basisleitzins Selic ist eines der Hauptinstrumente der Zentralbank, um die Inflation in einem stabilen Rahmen zu halten. Die Zentralbank richtet sich dabei vor allem nach den Werten des Verbraucherpreisindex (Índice Nacional de Preços ao Consumidor Amplo, kurz: IPCA). Laut Informationen des Nationalen Instituts für Geografie und Statistik (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) steigt der IPCA seit Juni des letzten Jahres kontinuierlich an.

Kritiker der Erhöhung des Selic meinen jedoch, dass eine Erhöhung der brasilianischen Wirtschaft nicht zugute komme. Die Regierungsmaßnahmen, wie Steuererleichterung, hätten noch nicht greifen können. Eine Steigerung des Selic mache dies nun noch schwieriger. (sg)