Der brasilianische Diplomat hofft auf die Unterstützung der lateinamerikanischen Staaten / Copyright: Agência Brasil
Der brasilianische Diplomat hofft auf die Unterstützung der lateinamerikanischen Staaten / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Diplomat hofft bei der Wahl auf die Unterstützung der lateinamerikanischen Staaten / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Botschafter und Repräsentant Brasiliens in der Welthandelsorganisation (kurz: WHO), Roberto Carvalho de Azevêdo, bewirbt sich für den Posten des Generaldirektors der Organisation und will in den nächsten Tagen seinen Wahlkampf in Lateinamerika intensivieren.

Der Diplomat hofft bei seiner Wahl auf die Unterstützung der anderen Vertreter der lateinamerikanischen Länder. In den kommenden Tagen will er aus diesem Grund nach Argentinien, Uruguay, Chile und Kolumbien reisen und für seine Wahl werben. Darüber hinaus plant Azevêdo auch Reisen in asiatische und afrikanische Länder, um die Vertreter von sich als Generaldirektor der WHO zu überzeugen.

Die Wahl eines neuen Generaldirektors findet im Mai statt. Dabei findet keine direkte Wahl mit einer Stimmenabgabe pro Teilnehmer statt. Der höchste Posten der Organisation wird durch die Einwilligung aller Staaten besetzt. Durch lange Diskussionen wird irgendwann ein Konsens und damit ein geeigneter Kandidat gefunden.

Der brasilianische Kandidat will im Falle seiner Ernennung Ungleichheiten bei multilateralen Handelsabkommen ausgleichen. Zunächst muss sich Azevêdo jedoch gegen acht weitere Kandidaten, unter anderem aus Indonesien, Ghana, Costa Rica und Jordanien, durchsetzen.

Für Brasilien wäre die Wahl Azevêdo ein wichtiger Schritt, um sich weiter in internationalen Organisationen zu positionieren. Bislang wird die Internationale Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen und die Internationale Kaffeeorganisation von Brasilianern geleitet. (sg)