Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega sieht Brasilien nicht von der Krise betroffen / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega sieht Brasilien nicht von der Krise betroffen / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega erklärte, dass Brasilien fähig sei, seine eigene Wirtschaft zu schützen und weitere Schritte einleiten könne, um eine Rezession wie in Europa oder den USA zu verhindern. Dabei betonte der Politiker, dass Brasilien von den internationalen Turbulenzen verschont geblieben sei, da die Exporte einen Anteil von 13 Prozent am Bruttoinlandsprodukt haben.

„Wir sind unabhängiger von den Schwankungen der internationalen Wirtschaft, da wir eine enorme Binnenmarkt-Nachfrage haben“, erklärt Mantega. Nichtsdestotrotz würde auch Brasilien Maßnahmen beschließen, welche die Währung oder Steuern betreffen, um so den Auswirkungen einer möglichen Eskalation der Krise vorzubeugen. Weiterhin bezog der brasilianische Finanzminister Stellung zur Inflation, die den weltweit steigenden Rohstoff- und Nahrungsmittel-Preisen geschuldet sei. Dabei seien externe Faktoren als Gründe für die hohe Inflationsrate zu nennen sowie die gestiegenen Produktionskosten und das Übermaß der internationalen Liquidität, die durch die Währungspolitik der USA entstanden sei.

„Die Inflation hat bereits ihren Höhepunkt erreicht und wird demnächst fallen und im kommenden Jahr unter 6,5 Prozent liegen“, versicherte Guido Mantega. Mittelfristig erwarte der Minister, dass die brasilianische Wirtschaft weiter expandiere. Demnach prognostiziert Mantega eine Wachstumsrate von über fünf Prozent, vorausgesetzt die gegenwärtige internationale Krise weitet sich nicht weiter aus. Zudem sei er sicher, dass die Zahl der in Armut lebenden Menschen in Brasilien geringer werde. So seien in den letzten Jahren 29 Millionen Menschen in die Mittelschicht aufgestiegen, zu der inzwischen insgesamt rund 100 Millionen Brasilianer zählen. Außerdem wurden bei einer durchschnittlichen Wachstumsrate von vier Prozent 17 Millionen Arbeitsplätze geschaffen. (gp)