Gesundheitsminister Alexandre Padilha sucht nach Investoren in die brasilianische Medizin / Copyright: Agência Brasil

Gesundheitsminister Alexandre Padilha sucht nach Investoren in die brasilianische Medizin / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Gesundheitsminister Alexandre Padilha traf sich gestern (19.09.) mit nordamerikanischen Unternehmern im Council of the Americas in Washington, mit dem Ziel, für Medikamente, Geräte und Impfstoffe Brasiliens Investoren zu finden.

Im Interview teilte Padilha mit, dass es zu den Prioritäten der Regierung gehöre, biotechnologische Medikamente zur Krebsbekämpfung sowie für Impfungen gegen das Denguefieber und gegen humane Papillomviren (HPV) einzusetzen, die in den meisten Fällen Ursache für Gebärmutterhalskrebs sind.

Padilha erinnerte daran, dass die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff am vergangenen Montag (17.09.) eine provisorische Maßnahme bekanntgegeben hatte, die Techniktransferprozesse zwischen privaten Unternehmen und öffentlichen Laboren intensivieren soll. „Das stimuliert die Medikament- und Impfstoffherstellung in unserem Land. Wir werden dem Rat zeigen, wie dieser Mechanismus funktioniert. Unser Ziel ist es, mehr Produktion nach Brasilien zu bringen, niedrigere Preise zu garantieren sowie den Zugang zu Medikamenten zu erweitern“, so der Minister.

Am Morgen hatte Padilha in der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation OPS Ergebnisse des Berichts der UN präsentiert, die aufwiesen, dass Brasilien Fortschritte in der Senkung der Kindersterblichkeit erzielen konnte. Die Ergebnisse zeigten, dass das Land bereits die Ziele für 2015 erreicht hat.

Des Weiteren wolle man in den Impfplan Impfungen gegen Durchfall, Lungenentzündung und Meningitis aufnehmen. (ds)