2014 findet die Weltmeisterschaft in Brasilien statt / Copyright: Wikimedia Commons
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Der brasilianische Senat hat gestern Abend (9.05.) im Rahmen einer Plenarsitzung die Gesetze für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 beschlossen (Lei Geral da Copa). Einer der meist umstrittenen Punkte des Gesetzestextes ist die Erlaubnis, während der Spiele Alkohol in den Stadien zu verkaufen. Der Senat beschloss, den Verzehr von alkoholischen Getränken generell zu erlauben, sodass der Weltfußballverband Fifa nun mit jedem einzelnen Stadion über den Verkauf der Getränke verhandeln muss. Die Senatorin Ana Amélia sprach sich, neben drei weiteren Senatoren, deutlich dafür aus, dass die Erlaubnis zum Konsum alkoholischer Getränke in Fußballstadien eine Ausnahme bleiben müsse.

Generell übernimmt die brasilianische Regierung die Regeln der Fifa für die WM im eigenen Land. Festgelegt sind auch die Privilegien der Fifa das Corporate Design, also das Erscheinungsbild, der WM zu bestimmen.

Laut Gesetz ist die brasilianische Regierung nun auch für alle Schäden der Fifa während der WM verantwortlich. Dieser Teil des Gesetzes war zunächst auf große Kritik innerhalb der Regierung gestoßen, letztendlich aber doch anerkannt worden. In dem Gesetz ist außerdem verankert, dass die brasilianische Regierung nationale Feiertage anordnen darf, wenn die brasilianische Mannschaft spielt.

Außerdem wird die Höhe der Eintrittspreise von der Fifa entschieden werden. Für Studenten, Rentner und Benachteiligte sind dabei Vergünstigungen beim Kauf der günstigsten Eintrittskarten vorgesehen.

Der Senat sieht zudem vor, die gleichen Gesetze ebenfalls bei der Copa das Confederações (Fifa-Konföderationen-Pokal) im nächsten Jahr anzuwenden. (sg)