Immer noch wichtiges Agrarprodukt Brasiliens: Die Kaffeebohne / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, Oluap2512

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Die brasilianische Agrarproduktion und vor allem die Exporte der produzierten Waren haben im Februar dieses Jahres kräftig angezogen. Damit weist einer der wichtigen wirtschaftlichen Sektoren Brasiliens weiterhin äußerst positive Resultate aus. Insgesamt stiegen die Exporte aus der Agrarproduktion um 11,8 Prozent im Vergleich zum Februar 2011. Damit erreichte der Wert der exportierten Waren die Summe von 5,9 Milliarden US-Dollar (ca. 4,5 Milliarden Euro) für den Februar 2012 und lag damit gleichzeitig um 15 Prozent über dem erzielten Ergebnis aus 2011. Die überproportionale Steigerung der Einnahmen im Jahr 2012 zu 2011, im Verhältnis zur Steigerung der exportierten Menge, ergibt sich dabei aus Preissteigerungen auf den Weltmärkten für die exportierten Produkte, sowie aufgrund von Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Real.

Als einer der Treiber dieser Entwicklung lässt sich die Sojaproduktion und der Export von Sojaprodukten ausmachen. Hier stiegen die Exporte um rund 45 Prozent im Vergleich zum Januar 2012. Damit beträgt der Export von Soja mit rund 1,2 Milliarden US-Dollar (ca. 906 Millionen Euro) 20 Prozent aller Agrarexporte. Allerdings sind die Steigerungen im Export von Soja im wesentlichen nicht auf Nachfrageeffekte, sondern auf die Erntezeiten zurückzuführen. Weitere wichtige Produkte für den Export waren im Februar Fleisch, Alkohol aus Zuckerproduktion, Blumen und Kaffee, die zusammen mit Soja für fast 75 Prozent des gesamten Exportaufkommens Brasiliens verantwortlich sind.

Größter Abnehmer der brasilianischen Agrarproduktion war die Europäische Union (EU) mit 1,79 Milliarden US-Dollar (ca. 1,35 Milliarden Euro) an importierter Ware. Damit importierte die EU rund 30 Prozent aller brasilianischen Exporte. Asien folgt Europa in der Importstatistik mit einem Anteil von 27 Prozent aller brasilianischen Exporte. (mas)