Auch die Santander-Bank erwägt die Verwaltungskosten zu senken / Copyright: Wikimedia Commons, Santander

Die Servicekosten vieler Banken sind nach Ansicht des Parlaments zu hoch / Copyright: Wikimedia Commons, Santander

Der Druck auf die brasilianischen Banken wird nun auch seitens des brasilianischen Parlaments weiter erhöht. Nachdem in den vergangenen Monaten die brasilianische Regierung mehrfach auf den hohen spread, der Gewinndifferenz aus der Vergabe von Krediten, hingewiesen hatte und so den politischen Druck auf die Preisgestaltung bei den Krediten Einfluss genommen hat, so steigt das brasilianische Parlament nun mit in die Debatte ein. Ende Mai wurde in der parlamentarischen Kommission für den Verbraucherschutz (Comissão de Defesa do Consumidor) eine eigene Untergruppe gebildet, welche die Preisgestaltung der Banken unter die Lupe nehmen soll. Diese Untergruppe der Kommission wiederum hat nun bei der brasilianischen Zentralbank Spezialisten angefragt, die bei der Prüfung der Banktarife helfen können.

Derzeit ist es üblich, dass die brasilianischen Banken sehr viele Gebühren für Leistungen von ihren Kunden fordern, die in anderen Ländern als kostenlose Serviceleistungen von den Banken angeboten werden. Mit auf Liste der Aktionen seitens der Untergruppe der parlamentarischen Kommission steht vor allem die öffentliche Debatte um die angebotenen Verträge für Privatkunden. Diese enthalten oft nur zwei kostenlose Überweisungen oder Umbuchungen und für alle anderen Aktivitäten sind zusätzliche Gebühren durch die Kunden zu bezahlen. Dabei hätten die meisten brasilianischen Banken auch Kontenpakete, die weniger Gebühren auch bei viel Zahlungsverkehr vorsähen, beraten aber die meisten Kunden nach Ansicht der Untergruppe nicht hinsichtlich dieser Möglichkeiten. (mas)