Die chinesische Regierung will das Embargo auf brasilianisches Rindfleisch aufheben, das seit 2012 wirksam ist. / Copyright: Wikimedia Commons, Kersti Nebelsiek
Die chinesische Regierung will das Embargo auf brasilianisches Rindfleisch aufheben, das seit 2012 wirksam ist. / Copyright: Wikimedia Commons, Kersti Nebelsiek

Die chinesische Regierung will das Embargo auf brasilianisches Rindfleisch aufheben, das seit 2012 wirksam ist. / Copyright: Wikimedia Commons, Kersti Nebelsiek

Die chinesische Regierung will das Embargo auf brasilianisches Rindfleisch aufheben, das seit 2012 wirksam ist. Grund für das Verbot für die Einfuhr war es die Angst vor BSE, einer Rinderkrankheit, nachdem es in dem Jahr einen Fall einer erkrankten Kuh in Sertanópolis gegeben hatte. Später wurde festgestellt, dass der Vorfall atypisch war und weniger gefährlich als die klassische Variante der Krankheit. Laut dem brasilianischen Agrarminister Neri Geller wurde die Vereinbarung mit China während eines Treffens zwischen Dilma Rousseff und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping offiziell beschlossen. So soll der Export schon in diesem Jahr wieder aufgenommen werden.

Noch wartet Brasilien allerdings auf eine offizielle Erklärung des chinesischen Gesundheitsschutzes, um mit dem Verkauf von Rindfleisch zu beginnen. Danach liege es laut Geller an der brasilianischen Industrie, sich um den Abschluss von Geschäften in China zu kümmern. Dieser Prozess soll etwa einen Monat dauern. Zu Beginn sollen acht Fleischproduzenten die Erlaubnis bekommen, in das asiatische Land zu liefern. Neun weitere haben bereits um eine Akkreditierung gebeten.

Mit der Wiedereröffnung des Handels könnte der Export von Rindfleisch nach China auf einen Anteil von 18 Prozent am gesamten Rindfleischexport Brasiliens kommen. Nach Angaben von Geller soll der Verkauf nach China im kommenden Jahr zwischen 800 Millionen US-Dollar und 1,2 Milliarden US-Dollar einbringen. Im vergangenen Jahr erreichte der Umsatz mit exportiertem Rindfleisch, dessen Hauptmarkt Hong Kong ist, insgesamt 6,6 Milliarden US-Dollar. Obwohl Hong Kong zu China gehört, ist es eine Sonderverwaltungszone und hat eigene Gesundheitsstandards.

Zum ersten Mal verkaufte Brasilien 2009 Rindfleisch nach China, was einen Umsatz von 2,5 Millionen US-Dollar ausmachte. In 2012, bis das Embargo im Dezember wirksam wurde, erreichte der Umsatz bereits ein Volumen von 37,7 Millionen US-Dollar. Und der chinesische Markt für Rindfleisch ist weiter gewachsen, auch während Brasilien als Lieferant ausgeschlossen war. Im Jahr 2012 importierte China aus der ganzen Welt insgesamt 255 Millionen US-Dollar an Rindfleisch. 2013 lag der Wert bei 1,269 Milliarden US-Dollar. (ls)