Die brasilianische Präidentin bei der Einweihung neuer Häuser des Programms Minha Casa Minha Vida / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präidentin bei der Einweihung neuer Häuser des Programms Minha Casa Minha Vida / Copyright: Agência Brasil

Gestern (27.08.) sprach die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bei ihrem wöchentlichen Radioprogramm „Frühstück mit der Präsidentin“ (Café com a Presidenta) über die aktuellen Entwicklungen im Regierungsprogramm „Mein Haus, mein Leben“ (Minha casa, Minha Vida), welches in den Bau von Wohnflächen investiert.

Wie sie gestern bekannt gab, konnte das Programm nun den Bau von einer Millionen Häuser und Wohnungen feiern. Darüber hinaus sind seit Beginn des Jahres 2011 bis zu diesem Monat 860.000 Wohnsitze bezogen worden. Und die Regierung hat sich zum Ziel genommen, bis 2014 insgesamt 2,4 Millionen Wohnungen zu schaffen. Dabei handelt es sich um eine geschätztes Investition von circa 150 Milliarden Reais (etwa 59 Milliarden Euro).

Das Programm Minha Casa, Minha Vida begünstigt Familien aus drei verschiedenen Einkommensgruppen: (1) jene mit einem Familieneinkommen bis zu 1.600 Reais (etwa 630 Euro) pro Monat, (2) Familien mit monatlich zwischen 1.600 und 3.100 Reais (rund 1220 Euro) und (3) jene die zwischen 3.100 und 5.000 Reais (knapp 1970 Euro) im Monat verdienen. Darüber hinaus bezieht das Programm auch jene Familien ein, deren Haus sich an geografisch benachteiligten Orten befindet, die zum Beispiel von Erdrutschen oder Überflutungen bedroht sind.

Die Investition in angemessene Wohnmöglichkeiten für das Volk, sei eine Investition in den Schutz dieser Familien, betonte die Präsidentin. Ein eigenes Haus bedeutet Rousseff zufolge, dass die Familien ein besseres Leben haben, in dem die Kinder und Jugendlichen geschützt seien und in welchem sich die Beziehung der Familie entwickeln könne.

Auch indirekt begünstige das Programm viele Menschen. Zur Bereit- und Herstellung der Materialien für den Hausbau werde eine verstärkte industrielle Produktion nötig, welche wiederum durch vermehrte Einstellung von Arbeitskräften sicher gestellt werden müsse. So helfe Minha Casa, Minha Vida der gesamten Bevölkerung Brasiliens, resümierte Dilma Rousseff in ihrem Gespräch. (jv)