Brasilien: 2015 Vierter im Ranking des E-Commerce

05.01.2012 | Wirtschaft |

Der T-Index, eine Studie des Language Service Providers Translated / Copyright: Translated

Brasilien befindet sich zur Zeit auf dem siebten Rang hinsichtlich des größten Potentials bei Verkäufen im Internet. Laut des T-Indexes des Language Service Providers Translated steigt Brasilien bis zum Jahr 2015 auf den vierten Platz auf. Der T-Index ermittelt den Marktanteil jedes Landes durch die Kombination der Faktoren Anzahl der Internetnutzer und deren geschätztes Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt.

Der Studie zufolge war Brasilien im vergangenen Jahr nach den Ländern USA, China, Japan, Deutschland, Vereintes Königreich und Frankreich platziert. In vier Jahren soll Brasilien nur noch China, die USA und Japan vor sich haben.

Zwischen 2010 und 2011 registrierte der E-Commerce in Brasilien einen Wachstumsanstieg von 26 Prozent. Die Brasilianische Kammer für E-Commerce camera-e.net (Câmara Brasileira do Comércio Eletrônico) teilte mit, dass in 2011 Verkäufe in Höhe von ca. 18,7 Milliarden Reais (rund 7,9 Milliarden Euro) getätigt wurden.

2011 stand die USA im Ranking an erster Stelle der virtuellen Verkäufe mit einem Anteil von 24,4 Prozent. Im Jahr 2015 soll sie der Studie zufolge den Platz an China verlieren und auf 16,8 Prozent abfallen.

China werde hierbei 7,3 Prozent Anteil gewinnen und von 11,5 Prozent (2011) auf 18,8 Prozent (2015) steigen. Japan solle seinen dritten Platz beibehalten, aber einen niedrigeren Anteil haben (von 6,6 Prozent auf 4,9 Prozent). Brasilien hingegen werde 1,3 Prozent gewinnen (von 3 Prozent auf 4,3 Prozent) und somit den vierten Platz im Ranking einnehmen.

Vor allem für China werden besonders gute Wachstumschancen im E-Commerce vorausgesagt. Bisher könne man 145 Millionen Online-Käufer verzeichnen (die USA hat derzeit 170 Millionen), so eine Studie der BCG (The Boston Consulting Group). Bis 2015 solle das Land mehr als 30 Millionen neue Nutzer anziehen und sich somit zum weltweit stärksten Land für E-Commerce entwickeln. Der chinesische Konsument weise ein anderes Kaufverhalten auf als der der restlichen Länder. Er suche nicht nur nach preisgünstigen Produkten, sondern eher nach Unikaten, nach Produkten mit hoher Qualität und guten Serviceleistungen für den Kunden, nach Zweckmäßigkeit und Unterhaltung.

Um auf die Bedürfnisse des Internetnutzers besser einzugehen, werde die Branche in den nächsten Jahren in die Infrastruktur und Logistik für E-Commerce-Seiten investieren, mit dem Ziel, so mehr Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt zu erlangen. (ds)

Weitere Informationen zur T-Index-Studie finden Sie auf der Website von Translated.


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