Sojaernte in Ronodonópolis, Mato Grosso / Copyright: Wikimedia, CC, R. Pinheiro

Sojaernte in Ronodonópolis, Mato Grosso / Copyright: Wikimedia, CC, R. Pinheiro

Brasiliens Sojabauern schlagen wohl in der kommenden Ernteperiode in 2013 alle Rekorde. Im kommenden Monat steht die Aussaat für die nächste Ernteperiode in 2013 an und dennoch lässt sich an einzelnen Indikatoren heute schon festmachen, dass die brasilianischen Sojabauern voll auf Wachstum setzen. Bei der gerade abgeschlossenen Ernte waren es 65,5 Millionen Tonnen Soja das produziert wurde. Für 2013 sind etwa 81 Millionen Tonnen geplant.

Getrieben wird dieser Boom vor allem von den absehbaren Ernteausfällen in den USA, die die Preise auf dem Weltmarkt in die Höhe getrieben haben. Aus diesem Grund gibt es auch Stimmen, die zur Vorsicht mahnen. Die hohen Preise derzeit sind das Ergebnis einer besonderen Situation und sie sind vor allem abhängig von den Entwicklungen am Weltmarkt und damit auf keinen Fall garantiert. So warnt unter anderem der brasilianische Verband der Landwirtschaft und Fischerei (Confederação da Agricultura e Pecuária do Brasil, kurz: CNA), dass Vorsicht bei der Ausweitung der von Soja bepflanzten Flächen gefragt ist, denn nicht nur Brasilien hat auf die Dürre in den USA reagiert, sondern auch andere Länder wie Argentinien und damit dürften mit der neuen Ernte Anfang 2013 die Preise von Soja wieder deutlich fallen.

Da auch beim Mais die Preise entsprechend gestiegen sind, werden die brasilianischen Maisbauern ebenfalls höhere Preise im Export erzielen. Allerdings ist im Unterschied zum Soja keine Flächenausdehnung der angebauten Fläche zu erwarten, da die Preise sich nicht genauso stark nach oben verändert haben und die Rendite entsprechend geringer ausfällt. Ob die Stimmen, die aktuell zur Vorsicht rufen, in all der Euphorie der steigenden Preise bei den Erzeugern gehört werden, bleibt abzuwarten. (mas)