Der Nordosten leidet alljährlich an enormem Wassermangel / Copyright: Wikimedia Creative Commons, José Reynaldo da Fonseca
Der Nordosten leidet alljährlich an enormem Wassermangel /  Copyright: Wikimedia Creative Commons, José Reynaldo da Fonseca

Der Nordosten leidet alljährlich an enormem Wassermangel / Copyright: Wikimedia Creative Commons, José Reynaldo da Fonseca

Seit Jahren kämpft der Nordosten Brasiliens gegen Wassermangel und Trockenheit. Unzählige Ernten wurden unbrauchbar und Viehbestände gingen zu Grunde, weil den Bauern nicht genügend Wasser zur Verfügung stand. Selbst private Haushalte haben besonders in den heißen Sommermonaten Probleme, an genügend Wasser für ihre Grundversorgung zu gelangen.

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat nun gestern (04.03.) angekündigt, 30 Milliarden Reais (rund 11,63 Milliarden Euro) zu investieren, um das Wasserangebot in dieser Region Brasiliens bis 2014 zu verbessern. Der Großteil von 24 Milliarden Reais (rund 9,3 Milliarden Euro) soll dabei in infrastrukturelle Baumaßnahmen wie Staudämme, Kanäle, Zuleitungen sowie Stationen für die Aufbereitung von Wasser bereit gestellt werden. Darüber hinaus will die brasilianische Regierung in die Versorgungsnetzwerke der Region investieren und hierbei das Programm Água para Todos (wörtlich: Wasser für alle) mit fünf Milliarden Reais (rund 1,9 Milliarden Euro) unterstützen.

Dilma Rousseff erklärte, dass bis Ende dieses Jahres auch weitere 240.000 Zisternen installiert würden. Bislang wurden immerhin mehr als 260.000 für die Bewohner des Nordostens bereit gestellt. Außerdem unterstütze die Präsidentin Notfallmaßnahmen, wie beispielsweise die Verpflichtung von 4.624 Tankwagen für die schnelle Versorgung mit Wasser bei akuten lebensbedrohlichen Engpässen.

Im Bundesstaat Ceará wird derweil ein Kanal gebaut, der Wasser von der Schleuse in Castanhão 260 Kilometer weit bis in die Hauptstadt Fortaleza leiten wird. Auch im Bundesstaat Paraíba werde ein Kanal angelegt, der rund 38 Gemeinden mit Wasser versorgen wird, sicherte die Präsidentin zu. (sg)