Der Bildungsminister Henrique Paim spricht über den Education at a Glace-Bericht und Brasiliens Investitionen in die Bildung / Copyright: Agência Brasil
Der Bildungsminister Henrique Paim spricht über den Education at a Glace-Bericht und Brasiliens Investitionen in die Bildung / Copyright: Agência Brasil

Der Bildungsminister Henrique Paim spricht über den Education at a Glace-Bericht und Brasiliens Investitionen in die Bildung. / Copyright: Agência Brasil

Am Dienstag (09.09.) veröffentlichte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD den sogenannten „Education at a Glance“-Bericht, aus dem hervorgeht, dass öffentliche brasilianische Hochschulen vier Mal mehr pro Student investieren als es in der Grundbildung von Schülern getan wird. Dies macht laut Bericht den größten Unterschied zwischen den verschieden Bildungsniveaus aus. Die Daten, die im Bericht analysiert wurden, sind aus dem Jahr 2011.

Die Ausgaben im Hochschulwesen pro Student betragen 93 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) pro Kopf. Allerdings wurde festgestellt, dass zwischen 1995 und 2011 die Ausgaben pro Schüler in der Grundbildung um 128 Prozent gestiegen sind, während sie im Hochschulwesen zurückgingen.

Die brasilianische Regierung gab im Jahr 2011 19 Prozent seiner öffentlichen Gesamtausgaben für Bildung aus, der Durchschnittswert der OECD liegt bei 13 Prozent. Damit befindet sich Brasilien im Länderranking ganz oben an vierter Stelle. Auch in Bezug auf das BIP liegt Brasilien über dem Durchschnittswert (6,1 Prozent des BIP vs. 5,6 Prozent laut Durchschnitt). Damit befindet sich das Land auch vor anderen lateinamerikanischen Ländern wie Chile (4,5 Prozent), Mexiko (5,2 Prozent) und Kolumbien (4,5 Prozent).

Der Bildungsminister José Henrique Paim bekundete, dass Brasilien sich im Bereich der Bildung in den letzten Jahren stark weiterentwickelt habe und stetig bemüht sei, die Investitionen in die Bildung zu erweitern. Laut Paim seien im Jahr 2012 die Investitionen weiter gestiegen auf 6,4 Prozent des BIP. (ds)