Scheck- und Kreditkartenzahlungen sowie Ratenzahlungen für das Auto und Versicherungen belasten 62,5 Prozent der brasilianischen Haushalte. / Copyright WikiCommons: Author Alec Perkins
Scheck- und Kreditkartenzahlungen sowie Ratenzahlungen für das Auto und Versicherungen belasten 62,5 Prozent der brasilianischen Haushalte. / Copyright WikiCommons: Author Alec Perkins

Scheck- und Kreditkartenzahlungen sowie Ratenzahlungen für das Auto und Versicherungen belasten 62,5 Prozent der brasilianischen Haushalte mit Schulden. / Copyright WikiCommons: Author Alec Perkins

Die Zahl der verschuldeten Familien in Brasilien steigt weiter an. Im Jahr 2013 lag der Verschuldungsgrad um 7,5 Prozent höher als im Jahr zuvor. Dies berichtete am gestrigen Donnerstag (09.01.) die brasilianische Tageszeitung O Estado de São Paulo und zitiert dabei aus einer kürzlich veröffentlichten Studie des Bundesverbandes Handel, Dienstleistungen und Tourismus (Confederação Nacional do Comércio de Bens, Serviços e Turismo, kurz: CNC).

In der Erhebung beschrieben sich 62,5 Prozent der Familien als verschuldet. Im Jahr 2012 gaben nur 58,3 Prozent der Befragten an, Schulden zu haben. Laut CNC aber sei der Anteil der zahlungsunfähigen Haushalte kaum weiter gestiegen. Durchschnittlich könnten nur 0,1 Prozent der Familien ihre Schulden nicht mehr begleichen. Während im vergangenen Jahr 21,2 Prozent der Befragten angaben, dass ihre Konten im Rückstand seien, waren es 2012 noch 21,4 Prozent. In der Regel verfügten die Haushalte über gedeckte Konten. Vielmehr setzten sich die Schulden aus Schecks, Raten- und Kreditkartenzahlungen, Bankkrediten und Versicherungen zusammen, so der Bericht der CNC.

Die CNC geht aus diesem Grund von einer qualitativen Verbesserung der Schuldenquote aus. Insbesondere stelle man eine Verlängerung der Laufzeiten sowie einer geringeren Ratenzahlung fest. Von 2012 auf 2013 stieg die durchschnittliche Laufzeit von 6,53 auf 6,74 Monaten, während die am monatlichen Einkommen gemessene Schuldenlast gleichzeitig von 30,0 auf 29,4 Prozent sank. Dies, so der Bundesverband, nehme den Druck von den Haushalten. (ms)