Kommunikationsminister Paulo Bernardo / Copyright: Agência Brasil

Kommunikationsminister Paulo Bernardo / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Kommunikationsminister Paulo Bernardo teilte gestern (24.10.) mit, dass die brasilianische Regierung daran arbeite, bis 2015 ca. 70 Prozent der Haushalte des Landes mit dem Internet verbunden zu haben. In den letzten zwölf Monaten wäre die Anzahl der Haushalte mit Internetverbindung bereits um 12,2 Millionen gestiegen.

Laut Bernardo seien in Brasilien derzeit 30 Millionen Haushalte an das weltweite Netz angeschlossen, tendenziell ist mit einem stärkeren Zuwachs zu rechnen. Sein Ziel sei es, bis 2015 weitere 40 Millionen Haushalte verbunden zu haben, so teilte der Minister Unternehmern beim Handelsverband Rio de Janeiros (Associação Comercial do Rio de Janeiro) mit.

Des Weiteren wies Bernardo auf die ungleiche Verteilung der Internetanschlüsse in den verschiedenen Regionen des Landes hin. Im Nordosten Brasiliens gäbe es nur 15 Prozent der gesamten Anschlüsse und im Norden noch weniger.

Das von der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff verabschiedete Breitband-Programm (Plano Nacional de Banda Larga) sei genau das richtige Mittel, um die Ziele des mehrjährigen Haushaltsplans PPA (Plano Plurianual, kurz: PPA) zur Verbreitung des Internets in Brasilien zu erreichen. Aus diesem Grund sollen Firmen auf keinen Fall Investitionen in weniger besiedelte Gebiete außer acht lassen, wie zum Beispiel in Städte im Norden oder Nordosten des Landes. Dafür habe die brasilianische Regierung die Telekommunikationsfirma TELEBRAS dazu animiert, den Bau von Telekommunikationsnetzwerken weiter voranzutreiben.

Im Bezug auf die Umsätze im Telekommunikationssektor hob Bernardo hervor, dass sich diese im ersten Halbjahr des Jahres auf mehr als 100 Milliarden Reais (ca. 41 Milliarden Euro) belaufen. Dieser Wert stelle im Vergleich zum Vorjahr bereits einen großen Fortschritt dar, denn im gesamten letzten Jahr konnten 185 Milliarden Reais (rund 75,9 Milliarden Euro) eingenommen werden.

Der Minister versicherte, dass Brasilien zur Fußball-WM 2014 keine Probleme im Bereich der Telekommunikation haben werde. Anfang nächsten Jahres wird die Regierung die Versteigerung der Lizenzen der vierten Generation (G4) durchführen. Diese werde bis April 2012 stattfinden, so dass noch genügend Zeit vorhanden sei, die Übermittlung der Daten via G4 bis zur WM abzuschließen. (ds)