Hauptsitz der Brasilianischen Zentralbank in Brasilia / Copyright: Banco Central by Enildo Amaral

Hauptsitz der Brasilianischen Zentralbank in Brasília / Copyright: Banco Central/Enildo Amaral

Die brasilianische Zentralbank (Banco Central, kurz: BC) teilte gestern (28.12.) in Brasília mit, dass der Öffentliche Sektor im November einen Primärüberschuss von 8,2 Milliarden Reais (ca. 3,4 Milliarden Euro) verzeichnet habe, fast das Doppelte im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres (4,1 Milliarden Reais, rund 1,7 Milliarden Euro). In den ersten elf Monaten dieses Jahres summierte sich der Gesamtwert auf 126,8 Milliarden Reais (ca. 52,1 Milliarden Euro). Damit erreicht Brasilien einen Monate vor dem Jahresende 99 Prozent des für das Jahr anvisierten Ziels von 127,9 Milliarden (etwa 52,5 Milliarden Euro). Im selben Zeitraum des vorigen Jahres lag der Überschuss bei 90,8 Milliarden Reais (ca. 37,3 Milliarden Euro).

Der Primärüberschuss ist das Ergebnis der Summe der Staatseinnahmen abzüglich der Ausgaben, ohne Zinsausgaben. Es zählen die Einnahmen und Ausgaben von Bundesregierung, Bundesstaaten, Gemeinden und staatlichen Unternehmen (außer der staatlichen Banken sowie der halbstaatlichen Unternehmen Petrobras und Eletrobras).

Zu den insgesamt 126,8 Milliarden Reais (rund 52,1 Milliarden Euro) hat die Zentralregierung mit 90,5 Milliarden Reais (etwa 37,2 Milliarden Euro) beigetragen, während die Staaten 30,89 Milliarden Reais (ca. 12,7 Milliarden Euro), die Gemeindeverwaltungen 2,57 Milliarden Reais (rund 1,06 Milliarden Euro) und die staatlichen Unternehmen 2,57 Milliarden Reais (ca. 1,14 Milliarden Euro) hinzusteuerten.

Der Primärsaldo, über flexible Zwölfmonatseinheiten gemessen, lag bis zum Oktober bei 133,5 Milliarden Reais (etwa 54,9 Milliarden Euro) und stieg auf 137,6 Milliarden Reais (ca. 56,6 Milliarden Euro) an. Somit stieg der Anteil am Bruttoinlandsprodukt von 3,17 Prozent auf 3,34 Prozent an. (jv)