Politik und Orgnisationen machen sich stark gegen die Abholzung des Regenwaldes / Copyright: Wikimedia Creative Commons, NASA
Politik und Orgnisationen machen sich stark gegen die Abholzung des Regenwaldes / Copyright: Wikimedia Creative Commons, NASA

Politik und Orgnisationen machen sich stark gegen die Abholzung des Regenwaldes / Copyright: Wikimedia Creative Commons, NASA

Seit vielen Jahren kämpft Brasilien gegen illegale Sojaplantagen im Amazonasgebiet. Für die Plantagen wurden regelmäßig beachtliche Flächen des Regenwaldes abgeholzt. Damit die Region nicht noch stärker belastet wird, wurde im Jahr 2006 eine Frist bis 2014 gesetzt, um die Sojaproduktion auf illegalen Pflanzungen im Amazonasraum komplett einzustellen. Im Rahmen dieser Frist wurde festgelegt, dass keiner der 24 großen brasilianischen Händler Soja von illegalen Plantagen Soja kaufen darf.

Bei einem Treffen zur Erneuerung der Frist wurden nun Zahlen zum diesjährigen Sojaanbau veröffentlicht. Demnach sollen die illegalen Flächen trotz des Abkommens in diesem Jahr von 11.000 Hektar auf 18.000 angestiegen sein, teilte die Initiative exportierender Unternehmen und verschiedener gesellschaftlicher Organisationen mit. Trotz eines Anstieg um 57 Prozent sieht die Umweltorganisation Greenpeace einen Fortschritt in der Reduzierung der illegalen Anbauflächen. Denn im letzten Jahr wurden die Plantagen im Vergleich zur Ernte 2009/2010 um 85 Prozent vergrößert.

In anderen Bundesstaaten konnten die illegalen Flächen mittlerweile stark reduziert werden. In Pará beispielsweise wurde in den letzten beiden Jahren eine Verkleinerung von 4.000 Hektar auf 2.800 Hektar nachgewiesen.

Die Umweltministerin Izabella Teixeira ist sicher, dass die Produktion von Soja in den kommenden fünf Jahren gesteigert werden kann, ohne negative Auswirkungen auf die Umwelt hervorzurufen. Bis 2016 soll nun gewährleistet werden, dass die Abholzung des Regenwaldes für den Anbau von Soja gegen Null geht. Teixeira forderte außerdem harte Strafen für die Produzenten und Händler, die sich nicht an das Abkommen halten. (sg)