Landwirtschaftliche Produkte machten im letzten Jahr 30 Prozent des gesamten Exportvolumens Brasiliens aus / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Deyvid Setti
Landwirtschaftliche Produkte machten im letzten Jahr 30 Prozent des gesamten Exportvolumens Brasiliens aus / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Deyvid Setti

Landwirtschaftliche Produkte machten im letzten Jahr 30 Prozent des gesamten Exportvolumens Brasiliens aus / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Deyvid Setti

Die brasilianische Regierung hofft, durch die Ausweitung der Landwirtschaft und der Viehzucht mehr Märkte erschließen zu können. Die Präsidentin Dilma Rousseff stellte in diesen Tagen den Landwirtschafts- und Viehzuchtplan für 2012/13 (Plano Agrícola e Pecuário 2012/2013) vor. Dieser wird 115,2 Milliarden Reais (rund 45 Milliarden Euro) für landwirtschaftliche Projekte zur Verfügung stellen. Der Regierungskredit sei der höchste, der jemals von der brasilianischen Regierung bewilligt wurde, so Dilma Rousseff.

Neben dem höheren Kreditvolumen, sollen den Kreditnehmern auch niedrigere  Zinsen genehmigt werden. Bei einem Kredit für den Kauf von Dünger und Saatgut fallen die Zinsen von 6,75 Prozent auf 5,5 Prozent. Die Regierung senkte außerdem die Zinsen für jegliche Kredite, die mit der Investition in Agrarwirtschaft zu tun haben. Mit den Krediten könnten Landwirte beispielsweise Bewässerungsmaschinen, Traktoren oder sonstige Maschinen kaufen oder den Bau von Zäunen und Scheunen finanzieren, so Rousseff. Würde ein Produzent in Regionen investieren, die landwirtschaftlich heruntergekommen seien, so würden die Zinsen für Kredite noch stärker gesenkt werden, betonte die Präsidentin.

Für mittelständische Landwirte, die jährlich ein Einkommen von bis zu 800.000 Reais (rund 313.000 Euro) haben, soll die Finanzierung der Produktion finanziell unterstützt werden. Die Zinsen für deren Kredite sollen auf fünf Prozent fallen.

Diese Maßnahmen zu ergreifen und damit die Agrarwirtschaft zu unterstützen, stelle einen wichtigen Schritt dar, sagte Dilma, die Landwirtschaft und die Viehzucht seien beides risikoreiche Sektoren, die dieser Hilfe vor allem bei schlechten Erntezeiten bedürfen. Außerdem sind die Sektoren gesamtwirtschaftlich enorm wichtig. Der Anteil an landwirtschaftlichen Produkten im gesamten brasilianischen Exportvolumen betrug im Jahr 2011 38 Prozent. (sg)