Die Einschreibungen in das Progamm Mais Médicos endete um Mitternacht / Copyright: Agência Brasil
Kubanische Ärzte können das Gesundheitssystem Brasilien entlasten / Copyright: Agência Brasil

Kubanische Ärzte können das Gesundheitssystem Brasilien entlasten / Copyright: Agência Brasil

In dieser Woche werden weitere 2.000 Ärzte aus Kuba nach Brasilien einreisen. Im Rahmen des Programms „Mehr Ärzte“ (Programa Mais Médicos) und aufgrund des akuten Ärztemangels in Brasilien hatte die Regierung die kubanischen Ärzte angeworben.

Mithilfe der panamerikanischen Gesundheitsorganisation (Organização Pan-Americana da Saúde, kurz: Opas) und dessen länderübergreifenden Austauschprogramm konnten bislang bereits 400 kubanische Mediziner in Brasilien Fuß fassen. Die brasilianische Regierung greift vor allem auf Kubaner zurück, da die Anerkennung der kubanischen Diplome durch die Opas geregelt ist. Darüber hinaus ist das kubanische Gesundheitssystem weit über die Landesgrenzen als eines der besten des amerikanischen Kontinents bekannt. Bei der Anstellung anderer Ärzte aus dem Ausland muss zunächst eine langwierige Prüfung der Universitätsabschlüsse erfolgen.

In einem dreiwöchigen Lehrgang werden die Mediziner ab nächster Woche über das Gesundheitssystem Brasiliens unterrichtet und erhalten erste Sprachkurse. Dies gab das brasilianische Gesundheitsministerium bekannt. Insgesamt sollen bis Ende dieses Jahres rund 4.000 Kubaner als Ärzte in Brasilien eingesetzt werden. Im Vorfeld gab es Proteste gegen den Einsatz kubanischer Ärzte von Seiten ihrer brasilianischen Kollegen. Dabei besetzen die ausländischen Mediziner vor allem solche Stellen, die für brasilianische Ärzte oft unattraktiv sind. So zum Beispiel Stellen in den Peripherien der Großstädte oder in abgelegenen ländlichen Regionen. (sg)