Die Anzahl der Insolvenzen geht zurück / Copyright: Agência Brasil
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Im Juli dieses Jahres haben lediglich 136 brasilianische Unternehmen einen Antrag auf Insolvenz (Pedido de Falência) gestellt. Das Ergebnis einer Erhebung veröffentlichte das Beratungsunternehmen Serasa Experian gestern (06.08.).

Im Vergleich zu den Daten des ersten Halbjahres 2013 handelt es sich laut Experten um den zweitniedrigsten Wert des Jahres. Die geringste Anzahl an Insolvenzanträgen gingen im Februar ein. Damals mussten nur rund 100 Unternehmer in ganz Brasilien aufgrund von wirtschaftlichem Misserfolg ihr Geschäft aufgeben.

Im Juli beantragten nun insgesamt 73 Mikro- und Kleinunternehmen ihre Insolvenz. Außerdem schlossen 43 mittelständische Unternehmen und 20 große Firmen. Laut Informationen von Serasa Experian konnten im Juli jedoch auch 56 Unternehmen ihre Geschäfte wieder aufnehmen. Der Wert übersteigt den letztgemessenen Höchstwert von 49 Wiedereröffnungen im März.

Die positive Entwicklung ist laut Wirtschaftswissenschaftlern des Beratungsunternehmens unter anderem auf die Zunahme des Vertrauens zwischen Konsumenten und Unternehmern zurückzuführen. Früher sei es häufiger zu Vertragsbrüchen zwischen den beiden Parteien gekommen. Mittlerweile verspürten beide Seiten jedoch eine engere Bindung und dies führe zu mehr Verlässlichkeit und letztlich zu einem deutlich stabileren Wirtschaftskreislauf in dem ein fließender Geld- und Warenaustausch stattfinde.

Trotz der sinkenden Zahlen von Insolvenzanträgen erklären die Ökonomen, dass sich die Quantität der Anträge weiterhin auf einem hohen Niveau befindet und nur knapp unter den Werten der vorigen Monate liegt. Dies hänge wiederum mit relativ hoher Inflation und hohen Zinsen zusammen. (sg)