Brasilien arbeitet weiter an der Beseitigung extremer Armut / Copyright: Brasil Carinhoso

Brasilien arbeitet weiter an der Beseitigung extremer Armut / Copyright: Brasil Carinhoso

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff  kommentierte gestern (08.10.) beim wöchentlichen Programm „Kaffee mit der Präsidentin“ (Café com a Presidenta) die Resultate des Sozialprogramms Brasil Carinhoso („Zärtliches Brasilien“) und sagte, dass Brasilien noch einen weiten Weg vor sich hätte. Durch das Programm wurden bisher 2,8 Millionen Kinder bis zu sechs Jahren aus der extremen Armut befreit.

„Es ist wichtig zu sagen, dass gemeinsam mit diesen Kindern auch deren Eltern und Geschwister aus der extremen Armut geholfen wurde. In Zahlen bedeutet das 8,7 Millionen Menschen. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns, aber diese ersten Ergebnisse geben uns Kraft, weiter daran zu arbeiten, in Brasilien die extreme Armut zu beseitigen“, so die Präsidentin.

Rousseff erinnerte daran, dass die Personen, die ein monatliches Einkommen von weniger als 70 Reais (ca. 27 Euro) hätten, Unterstützung durch das Programm bekämen. Um zu garantieren, dass auch die noch nicht gemeldeten Familien die finanzielle Hilfe erhalten, bat die Präsidentin um stärkere Aufmerksamkeit der Ämter, die für das Familienstipendium Bolsa Família verantwortlich sind.

Auch sollten die bereits begünstigten Familien ihre Daten stets aktualisieren, außer dem Impfkalender der Kinder und der regelmäßigen Schulbesuche, beides Voraussetzungen um am Programm Brasil Carinhoso teilzunehmen.

Des Weiteren sprach Rousseff über die frühkindliche Bildung. Die Regierung hätte die finanzielle Unterstützung in den Gemeinden um 66 Prozent erhöht, um die Situation in den öffentlichen Schulen weiter zu verbessern. Auch eine gesunde Ernährung an Schulen müsse gewährleistet sein, denn diese sei für die Bildung eines Kindes sehr wichtig, so Rousseff. (ds)