Mitarbeiter der Hochschulen erachten die Qualität der Universitäten als verbesserungswürdig / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Torben
Mitarbeiter der Hochschulen erachten die Qualität der Universitäten als verbesserungswürdig / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Torben

Mitarbeiter der Hochschulen erachten die Qualität der Universitäten als verbesserungswürdig / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Torben

Die Arbeitsbedingungen für Universitätsprofessoren und -dozenten sind weiterhin mangelhaft. Zu diesem Ergebnis kommt die Nationale Gewerkschaft der Dozenten des Hochschulunterrichts (Sindicato Nacional dos Docentes das Instituições de Ensino Superior, kurz: Andes-SN). Trotz des Programms zur Unterstützung der Pläne zur Restrukturierung und Erweiterung der staatlichen Universitäten (Programa de Apoio a Planos de Reestruturação e Expansão das Universidades Federais, kurz: Reuni) habe sich in den letzten Monaten nichts verändert.

In dem Bericht der Gewerkschaft wird vor allem der Mangel an Dozenten und Professoren, schlechte Arbeitsbedingungen und zu lange Arbeitstage kritisiert. Die Präsidentin der Andes-SN, Marinalva Oliveira, betonte, dass sich bislang nichts bewegt habe. Es fehle weiterhin an Fachkräften, geeigneter Forschungsausstattung und Verwaltungsangestellten, die den Universitätsbetrieb entlasten könnten. Sie begrüßte zwar, dass die Regierung das Netz der staatlichen Universitäten ausbauen wolle, warnte aber davor, die Qualität der Hochschulen zu vernachlässigen.

Aus ganz Brasilien erreichen die Regierung Beschwerden über Mangel an Personal und auch die Ausstattung der Universitäten ließe zu wünschen übrig, betonte Oliveira.

Das Ministerium für Bildung (Ministério da Educação, kurz: MEC) erklärte unterdessen, dass im Rahmen des Reuni rund 3.885 Verbesserungsarbeiten an Universitäten vorgenommen werden sollen. Von diesen seien bereits 62 Prozent fertiggestellt und 28 Prozent in Arbeit. Außerdem sollen noch in diesem Jahr über 4.400 Dozenten und Professoren angestellt werden. Darüber hinaus will die Regierung knapp 2.200 Verwaltungsangestellte unter Vertrag nehmen. (sg)