Die Arbeitsgruppe, die aus zehn Abgeordneten und zehn Vertretern der Indios besteht, wird ins Leben gerufen / Copyright Agência Brasil
Die Arbeitsgruppe, die aus zehn Abgeordneten und zehn Vertretern der Indios besteht, wird ins Leben gerufen / Copyright Agência Brasil

Die Arbeitsgruppe, die aus zehn Abgeordneten und zehn Vertretern der Indios besteht, wird ins Leben gerufen / Copyright Agência Brasil

Vor zwei Tagen hatten Indigene das brasilianische Abgeordnetenhaus gestürmt, da sie gegen die Verfassungsänderung PEC 215 (Proposta de Emenda à Constituição) waren, die Einschränkungen der Ländereien der Indigene beinhaltet. Um die Massen zu schlichten und einen Lösungsansatz zu finden, wurde am 17.04. eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die die Angelegenheiten der Indios besprechen soll. Trotzdem dauern die Proteste der Indios an. Die Arbeitsgruppe besteht aus zehn Abgeordneten, fünf aus dem Bereich Umwelt und weitere fünf aus der Landwirtschaft. Außerdem wurden zehn Leiter indigener Gemeinschaften in die Arbeitsgruppe gewählt.

Allerdings gab es nicht nur positive Rückmeldungen zu dieser neuen Arbeitsgruppe. So kritisierte der ehemalige Präsident im Parlament für Landwirtschaft und Versorgung, der Abgeordnete Moreira Mendes (der Partei PSD aus Rondônia), dass er und andere Abgeordnete dieses Bereiches gar nicht über die Schaffung der Arbeitsgruppe informiert worden seien. Laut Mendes hätte das auf jeden Fall geschehen müssen, bevor eine Entscheidung getroffen wird.

Der Leiter der Grünen in Brasilien (PV), der Abgeordnete Sarney Filho sowie Mitglied der Arbeitsgruppe, zeigte sich allerdings zuversichtlich und bestätigte: „Das ist ein besonderer Moment für die Würde der Indigene. Viele ignorieren unsere Brüder, die der wahre Ursprung unserer Nation sind, und zwar ihr.“

Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe wurde für den 14. Mai festgelegt. Die Gruppe wird sich monatlich zusammenfinden, um die Angelegenheiten der Indigenen zu diskutieren. (ds)