Im Jahr 2012 betrug die Arbeitslosigkeit in Brasilien nur 5,5 Prozent. Dies ist ein historischer Tiefstand. / Copyright: Agência Brasil
Im Jahr 2012 betrug die Arbeitslosigkeit in Brasilien nur 5,5 Prozent. Dies ist ein historischer Tiefstand. / Copyright: Agência Brasil

Im Jahr 2012 betrug die Arbeitslosigkeit in Brasilien nur 5,5 Prozent. Dies ist ein historischer Tiefstand. / Copyright: Agência Brasil

Am gestrigen Donnerstag gab das brasilianische Amt für Statistik (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) die Arbeitslosenzahlen für das vergangene Jahr bekannt. Demnach sei die Arbeitslosigkeit im Jahr 2012 auf ihren historischen Tiefststand gesunken. Laut dem IBGE betrug die Arbeitslosenquote durchschnittlich 5,5 Prozent und lag damit noch unter dem Vorjahreswert von sechs Prozent.

Im Dezember 2012 betrug die Arbeitslosigkeit gar nur 4,6 Prozent, ebenso ein historischer Tiefstwert, und war damit im Vergleich zum Vorjahresmonat (4,9 Prozent) ebenso leicht gesunken. Diese Zahlen sind umso überraschender, da es im vergangenen Jahr in vielen Sektoren zu Lohnerhöhungen sowie Preissteigerungen gekommen war. Insbesondere im Dienstleistungssektor, der bekanntlich viele Arbeitsplätze generiert, waren in manchen Bereichen Lohnerhöhungen von bis zu 20 Prozent zu verzeichnen gewesen. Dennoch wuchs dieser Sektor weiterhin. Zwar kam es im industriellen Sektor zu leichten Arbeitsplatzverlusten, doch angesichts des teuren, den Export hemmenden Real ist auch hier eher von einer weiteren Konsolidierung des Sektors zu sprechen.

Angesichts der niedrigen Rekordmarke der Arbeitslosigkeit ist mit dem Begriff „historisch“ jedoch vorsichtig zu argumentieren. Schließlich ist die Zählung der Arbeitslosen eine Errungenschaft der ersten Regierung Lula da Silva. Erst seit dem Jahr 2003 wertet das IBGE die Arbeitslosigkeit überhaupt aus. (ms)