Die Statistik der Arbeitslosigkeit in Brasilien, die PED / Copyright: Dieese

Die Statistik der Arbeitslosigkeit in Brasilien, die PED / Copyright: Dieese

Die statistisch ermittelte Arbeitslosigkeit in Brasilien ist mit ihren rund 9,1 Prozent für Dezember 2011 so niedrig wie zuletzt im Jahr 1990. Insgesamt ergibt sich nach den Berechnungen aus der Forschung zur Beschäftigung und Arbeitslosigkeit (Pesquisa de Emprego e Desemprego, kurz: PED) eine Arbeitslosigkeit von 10,5 Prozent für das Jahr 2011.

Erhoben werden diese Zahlen von dem gewerkschaftsübergreifenden Büro für Statistik und sozioökonomische Studien (Departamento Intersindical de Estatística e Estudos Socioeconômicos, kurz: Dieese) zusammen mit der staatlichen Stiftung zur Analyse von Daten (Fundação Estadual de Análise de Dados, kurz: Fundação Seade). Dabei haben diese veröffentlichten Zahlen im Vergleich mit den in Deutschland erhobenen allgemeinen Arbeitslosigkeitsstatistiken das methodische Problem, nur auf Analysen der sieben urbanen Räume Bundesdistrikt, Belo Horizonte, Fortaleza, Porto Alegre, Recife, Salvador und São Paulo zu basieren. Die Mehrheit der brasilianischen Städte und Regionen wird so in diese Statistik nicht einbezogen und die PED kann daher nur als Richtwert gelten.

Für die Städte selbst ergibt sich aus den Zahlen ein sehr positives Bild der Entwicklung des Arbeitsmarkts. So waren im Dezember 2011 rund 2,02 Millionen Menschen auf der Suche nach einer Arbeit in diesen Regionen, bei rund 116.000 offenen Stellen. Der Dienstleistungssektor war letztendlich ausschlaggebend für die Reduktion der Arbeitslosigkeit. Handel und Industrie haben im Gegenzug sogar Arbeitsplätze abgebaut.

Für das Jahr 2011 ergibt sich im Rückblick in allen erfassten Regionen ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit. Am deutlichsten ging die Arbeitslosigkeit in Recife (Bundesstaat Pernambuco) von 16,2 Prozent auf 13,5 Prozent zurück. Insgesamt waren damit in 2011 rund 2,3 Millionen Menschen in den erfassten Regionen ohne Arbeit. Die Zahlen des Monats Dezember 2011 zeigen aber einen weiteren deutlichen Rückgang. Abhängig vor allem von der Entwicklung externer Faktoren wie der Krise in Europa wird sich zeigen, ob dieser Trend sich fortsetzen lässt. (mas)