Marcelo Neri, Präsident des brasilianischen Instituts für angewandte Wirtschaftsforschung IPEA / Copyright: Agência Brasil
Marcelo Neri, Präsident des brasilianischen Instituts für angewandte Wirtschaftsforschung IPEA / Copyright: Agência Brasil

Marcelo Neri, Präsident des brasilianischen Instituts für angewandte Wirtschaftsforschung IPEA / Copyright: Agência Brasil

Laut Angaben des Instituts für angewandte Wirtschaftsforschung IPEA (Instituto de Pesquisa Econômica Aplicada) sei der brasilianische Arbeitsmarkt ein wichtiger Antriebsmotor für die Verringerung der ungleichen Einkommensverteilung im Land. Marcelo Neri zufolge, Präsident des IPEA, stiegen die Einkommen der benachteiligten Bevölkerungsschichten in den letzten Jahren stetig an.

„Der Arbeitsmarkt bewirkt Stück für Stück die Verringerung der Ungleichheit in Brasilien. Diejenigen mit einer geringeren Bildung, aus ärmeren Regionen, diejenigen, die am Stadtrand wohnen, Schwarze und Frauen, also die, die traditionell eher ausgeschlossen werden, schneiden nun viel besser ab“, so Neri. Gleichzeitig würden die Einkommen der begünstigten Gruppen wie der weißen Bevölkerung mit hoher Bildung, die im Südosten wohnen, weniger ansteigen.

Es sei paradox, dass der Arbeitsmarkt generell bessere Werte verzeichnet als das Bruttoinlandsprodukt (BIP): Während der Arbeitsmarkt um drei Prozent jährlich wächst, liegt der Anstieg beim BIP bei 0,9 Prozent. Den Brasilianern ginge es sozusagen besser als dem eigenen Land. Auch für das nächste Jahr seien die Aussichten positiv.

Aus dem gestern veröffentlichten Bericht ging auch hervor, dass die durchschnittliche Arbeitslosenrate 2012 bei 5,5 Prozent lag, die geringste seit 2002. (ds)