Gestern gingen wieder Ärzte in Brasilien auf die Straße, um gegen die kürzlichen Entscheidungen der Regierung zu demonstrieren / Copyright: Agência Brasil
Gestern gingen wieder Ärzte in Brasilien auf die Straße, um gegen die kürzlichen Entscheidungen der Regierung zu demonstrieren / Copyright: Agência Brasil

Gestern gingen wieder Ärzte in Brasilien auf die Straße, um gegen die kürzlichen Entscheidungen der Regierung zu demonstrieren / Copyright: Agência Brasil

In Brasilien gingen gestern in mehr als 13 Bundesstaaten Ärzte auf die Straße, da sie mit den Entscheidungen der Regierung nicht einverstanden sind. So gab es beispielsweise Proteste in den Bundesstaaten Alagoas, Amapá, Amazonas, Bahia, Rio de Janeiro, im Bundesdistrikt und in Maranhão.

Demonstriert wurde gegen die Vetos der Präsidentin Dilma Rousseff bezüglich des Gesetzesvorschlags 268/2002, den sogenannten Ato Médico, der das Ausüben der Medizin im Land reguliert. Auch protestierten die Ärzte gegen die Provisorische Maßnahme 621/2013, die mit dem Programm Mais Médicos („Mehr Ärzte“) einhergeht. In der vergangenen Woche wurde letztere Initiative bekanntgegeben. Dabei sollen Fachkräfte in weit gelegene Gemeinden vor allem in den Norden und Nordosten des Landes geschickt werden, außer in die Vororte von Großstädten. Die freien Stellen, für die sich keine Brasilianer finden, sollen an ausländische Ärzte vergeben werden.

Laut der Demonstranten würde das Programm Mais Médicos die Qualität bei der medizinischen Versorgung beeinträchtigen und somit auch das Leben der Brasilianer aufs Spiel setzen. Das Gesetz Ato Médico würde ebenso das Gesundheitswesen im Land beeinträchtigen. Rousseff hatte gegen die Klausel gestimmt, die allein den Ärzten das Recht zur Diagnose von Krankheiten vorbehält. Die Ärztevertreter halten aber gerade diesen Punkt für das Essentielle des Gesetzes. (ds)