Kinder protestieren gestern vor dem Nationalkongress in Brasília / Copright: Agência Brasil
Kinder protestierten gestern vor dem Nationalkongress in Brasília / Copright: Agência Brasil

Kinder protestierten gestern vor dem Nationalkongress in Brasília / Copright: Agência Brasil

Im Rahmen der derzeit in Brasilien stattfindenden Proteste versammelten sich gestern (23.06.) mehr als 200 Kinder in Begleitung ihrer Eltern vor dem brasilianischen Nationalkongress in der Hauptstadt Brasília. Viele brachten selbstgebastelte Schilder mit, auf denen sie sich gegen Korruption und für eine bessere Bildung und ein qualitativ hochwertiges Gesundheitswesen aussprachen.

Während dieses Protestes malten die Kinder mit Fingerfarben in Grün, Gelb und Blau auf viele einzelne Blätter, die die Nationalflagge Brasiliens darstellen sollten. Sie sangen dabei die Nationalhymne und andere Volkslieder.

Anstoß zu dieser Veranstaltung, durch die sich auch Familien an den friedlichen Protestmärschen im Land beteiligen, gab die Brasilianerin Raquel Fuaro, die vor einigen Tagen über soziale Netzwerke dieses Event publik machte. „Die Idee war es, eine Möglichkeit für Familien mit ihren Kindern zu schaffen, wie auch sie zu Wort kommen können. Zum einen sind so die Familien präsent, zum anderen können wir den Kleinsten zeigen, was eine Bürgerbewegung beziehungsweise eine friedliche Demonstration ist. Wir wollen ihnen zeigen, dass die Straßen uns gehören und wir das nutzen müssen, damit unsere Stimmen erhört werden. Wir wollen uns repräsentieren“, so Fuaro.

Viele der von der Nachrichtenagentur Agência Brasil interviewten Kinder gaben an, dass ihre Eltern sie über die Veranstaltung in Kenntnis setzten und sich daran beteiligen wollten. (ds)