Eine Arbeitsgruppe will die Logistik in und um Häfen verbessern / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Claus Bunks
Steuererleichterungen sollen Importe erhöhen / Copyright: Copyright: Wikimedia Creative Commons, Claus Bunks

Steuererleichterungen sollen Importe erhöhen / Copyright: Copyright: Wikimedia Creative Commons, Claus Bunks

Die brasilianische Außenhandelskammer (Câmara de Comércio Exterior, kurz: Camex) erteilte gestern (06.02.2013) 618 temporäre Steuersenkungen für Importe. Die Vorteile sollen den Erwerb von Gütern aus dem Ausland erleichtern, die in Brasilien nicht hergestellt werden, teilte die Camex in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel (Ministério do Desenvolvimento, Indústria e Comércio Exterior, kurz: MDIC) mit.

Bei den Steuererleichterungen und -befreiungen, die in Brasilien Ex-tarifário (wörtlich: außertariflich) genannt werden, handelt es sich um 356 neue und um 231 erneuerte Konzessionen für Kapitalgüter. Darüber hinaus gab es 13 Konzessionen und 18 Neuerungen der Steuererleichterungen für Informatik- und Telekommunikationsgüter. Die Länder mit den größten Vorteilen durch die Importsteuersenkungen sind die USA und Deutschland.

Die Steuererleichterungen gehen einher mit Investitionen in die brasilianische Wirtschaft. Das MDIC kündigte an, 5,83 Milliarden US-Dollar (rund 431 Milliarden Euro) in diverse Wirtschaftssektoren zu investieren. Das Ministerium erklärte, dass unter anderem der Bau einer Brücke in Laguna (Bundesstaat Santa Caterina) finanziert werde. Außerdem sollen Brücken und Viadukte im Bundesstaat São Paulo gebaut und die Verarbeitung von 14 Millionen Kubikmeter Gas in Salvador (Bundesstaat Bahía) bezahlt werden.

Eine weitere Absprache fand zwischen der Camex und dem Minister für Landwirtschaft, Viehzucht und Versorgung (Ministério da Agricultura, Pecuária e Abastecimento), Célio Porto, statt. Demnach soll es zukünftig neue Tarife für Weizenimporte aus Ländern außerhalb des Mercosuls geben. (sg)