Die Herkunft spielt bei der Bildungsungleichheit eine große Rolle / Copyright: Wikimedia Creative Commons
Auch in diesem Jahr will Brasilien verstärkt in Bildung investieren / Copyright: Wikimedia Creative Commons

Auch in diesem Jahr will Brasilien verstärkt in Bildung investieren / Copyright: Wikimedia Creative Commons

Im Jahr 2012 sind die Staatsausgaben Brasiliens gestiegen. Der Sekretär der Staatskasse, Arno Augustin, erklärte einen großen Teil des Anstiegs mit den erhöhten Ausgaben für Bildung. Die brasilianische Regierung habe die Pflicht, mindestens 18 Prozent der Staatseinnahmen in Bildung zu investieren. Im vergangenen Jahr waren es sogar 25,6 Prozent.

Die Ausgaben im Bereich Bildung stiegen von 135,1 Milliarden Reais (rund 50,2 Milliarden Euro) im Jahr 2011 auf 156,9 Milliarden Reais (rund 58,4 Milliarden Euro) im Jahr 2012, was einen Anstieg von 16,2 Prozent ausmacht.

Augustin betonte, dass es das wichtigste Anliegen der Regierung Rousseff sei, in Bildung zu investieren und wirtschaftliche Investitionen zu tätigen, die dem Wirtschaftswachstum Brasiliens zugutekommen. Dadurch würden die Ausgaben zwar zunächst ansteigen, es sei jedoch Teil eines langfristigen Programms der Regierung und führe langfristig zu einem fortschrittlicheren Brasilien.

Der Großteil der Bildungsausgaben wurden dabei durch das Programm zur Beschleunigung des Wachstums (Programa de Aceleração do Crescimento, kurz: PAC) finanziert.

Augustin gab an, dass die brasilianische Regierung die Ausgaben für Bildung auch in diesem Jahr weiter erhöhen werde. Aus den Programmen PAC und einem ähnlichen erweiterten Programm PAC 2 werde ein Großteil in die Verbesserung der schulischen Bildung der Kinder und Jugendlichen fließen. Darüber hinaus bestätigte Augustin, dass die Regierung auch vermehrt in soziale Projekte, wie beispielsweise dem Wohnungsbauprojekt Minha Casa, Minha Vida (wörtlich: Mein Haus, mein Leben), investieren werde. (sg)