Ausländische Diplomaten besichtigen derzeit brasilianische Landwirtschaftsbetriebe / Copyright: Agência Brasil
Ausländische Diplomaten besichtigen derzeit brasilianische Landwirtschaftsbetriebe / Copyright: Agência Brasil

Ausländische Diplomaten besichtigen derzeit brasilianische Landwirtschaftsbetriebe / Copyright: Agência Brasil

Zum fünften Mal in Folge ist auch in diesem Jahr in Brasilien wieder eine Gruppe von Diplomaten aus verschiedenen Ländern eingeladen, das Agribusiness in drei brasilianischen Bundesländern kennenzulernen. Organisiert wird das Projekt vom Ministerium für Landwirtschaft, Viehzucht und Versorgung (Ministério da Agricultura, Pecuária e Abastecimento), es sind Besuche der Gemeinden Cosmópolis (Bundesstaat São Paulo), Chapecó (Santa Catarina) und Bento Gonçalves e Esteio (Rio Grande do Sul) geplant. Dabei sollen Zuckerrohrfabriken, Hühnerfabriken, Weinbetriebe und landwirtschaftliche Präsentationen besucht werden. Ziel des Ministeriums sei es, die Geschäftskontakte mit den teilnehmenden Ländern zu intensivieren.

Laut Angaben des Sekretärs für Internationale Beziehungen des Agribusiness‘, Marcelo Junqueira, würde dieses Projekt sichtbar Ergebnisse mit sich bringen. „Das Feedback ist sehr positiv. Wenn die Diplomaten unsere Agrarindustrie wirklich kennenlernen, indem sie Bauernhöfe, Geschäfte und Weingüter besichtigen, sehen sie, wie unsere Produkte hergestellt werden, und vor allem, dass die Regierung auf hohe Qualitätsansprüche durch Bundesprüfstellen achtet. Wir haben jedes Mal unsere Geschäfte mit dem Ausland erweitern können.“

Die Länder, die am Programm teilnehmen, ändern sich jährlich und es sind nicht nur die traditionellen Märkte, wie China oder Russland, die aus Brasilien importieren. Die kleinen Betriebe und Familienbetriebe seien hierbei genauso wichtig wie der Großmarkt. Die Kleinbetriebe würden vor allem auch für die Qualität der brasilianischen Produkte stehen, kommentierte Junqueira.

In diesem Jahr nehmen zwölf Diplomaten aus den Philippinen, aus Indonesien, Thailand, Indien, Kanada, Mosambik, Mexiko und Neuseeland teil. Die Diplomatin der Philippinen, Eva Betita, bestätigte, dass das Land bereits Handelsbeziehungen zu Brasilien pflegt, diese aber noch ausbaufähig seien. 2010 hätten sie beispielsweise Büffel importiert, was zu einer höheren Milch-, Käse- und Fleischproduktion geführt habe. (ds)