Die ausländischen Direktinvestitionen sinken in diesem Jahr leicht. / Copyright: Agência Brasil
Die ausländischen Direktinvestitionen sinken in diesem Jahr stark. / Copyright: Agência Brasil

Die ausländischen Direktinvestitionen sinken in diesem Jahr stark. / Copyright: Agência Brasil

Laut einer neuesten Studie der Vereinten Nationen sanken in Brasilien in diesem Jahr die Investitionen ausländischer Unternehmen, wodurch das Land Einschläge in der Wirtschaft erleidet. Im Untersuchungszeitraum, dem ersten Halbjahr dieses Jahres, befindet sich Brasilien auf Rang 8 der Länder weltweit, die ausländische Direktinvestitionen erhalten. Im vergangenen Jahr lag das Land noch auf Rang 6. Multinationale Unternehmen investieren drei Mal mehr in Mexiko als in Brasilien.

Der Studie zufolge haben ausländische Unternehmen ihre Investitionen in Fusionen und Übernahmen in Brasilien zwischen 2012 und dem ersten Halbjahr von 2013 um 58 Prozent zurückgenommen, was einer der stärksten Rückgänge weltweit bedeute. Im vergangenen Jahr war Brasilien noch das attraktivste Land, was Akquisitionen betrifft, und erwirtschaftete elf Milliarden US-Dollar im ersten Halbjahr.

Im Untersuchungszeitraum überholte Mexiko Brasilien und konnte einen enormen Sprung machen, von einer Milliarden US-Dollar auf 17 Milliarden US-Dollar. Im Durchschnitt registrierte man einen Anstieg von Akquisitionen um 83 Prozent weltweit und um 120 Prozent in die Schwellenländer. Außer in Mexiko wurde vor allem in Russland, China und Singapur investiert.

Ein anderer Bereich, der in Brasilien mit Einbußen zu kämpfen hat, sind neue Projekte, wie zum Beispiel die Eröffnung von Fabriken. Hier sanken die Investitionen von 15,2 Milliarden US-Dollar in 2012 auf 12,2 Milliarden US-Dollar in 2013 (-20 Prozent). Aufgrund von kleinen Krediten der multinationalen Unternehmen, die bereits in Brasilien investieren und Filialen im Land haben, kann der Wert der Investitionen etwas nach oben gepuscht werden. (ds)