Die brasilianische Regierung will der Arbeitslosigkeit entgegenwirken / Copyright: Wikimedia Creative Commons, José Luis Marín
Die brasilianische Regierung will der Arbeitslosigkeit entgegenwirken / Copyright: Wikimedia Creative Commons, José Luis Marín

Die brasilianische Regierung will umfassende Krankenversicherung einführen. / Copyright: Wikimedia Creative Commons, José Luis Marín

Seit dem 2. Januar diesen Jahres sind die Leistungen der brasilianischen Krankenversicherung (Plano de Saúde) deutlich ausgeweitet worden. Eingeschlossen sind unter anderem 37 Medikamente zur Behandlung von Krebserkrankungen und 50 verschiedene allgemeine medizinische Untersuchungen. Die Zusatzleistungen wurden bereits im Oktober von der Nationalen Vertretung für erweiterte Gesundheit (Agência Nacional de Saúde Supplementär, kurz: ANS) veröffentlicht.

Die ANS hat zusätzlich 22 Kriterien definiert, die eine Behandlung von verschiedenen genetisch bedingten Krankheiten im Rahmen der Krankenversicherung ermöglichen sollen. Dabei sollen auch die Kosten für komplexere Untersuchungen von dem Versicherer übernommen werden. Langfristig soll die Liste der angebotenen Leistungen durch die ANS alle zwei Jahre überarbeitet und aktualisiert werden.

Aktuell werden rund 42,5 Millionen Brasilianer durch den Plano de Saúde medizinisch versorgt. 18,7 Millionen Brasilianer nehmen eine Zusatzversicherung für Krebserkrankungen in Anspruch. Für den Fall, dass sich Versicherer nicht an die Leistungen halten sollten, gebe es die Möglichkeit zur Beschwerde bei einer öffentlichen Stelle, erklärte die ANS. Die Versicherten können sich in einer Informationsbroschüre über ihre Rechte informieren. Für jede begangene Widrigkeit können die Versicherer mit einer Geldstrafe von 80.000 Reias (rund 24.600 Euro) belangt werden.

Zwar werden durch die neuen Leistungen die Kosten der Krankenversicherer ansteigen, Prognosen wollte die ANS jedoch nicht nicht abgeben. Eine erste Hochrechnung könne man erst gegen Ende des Jahres erstellen. (sg)