Seit gestern kommt es zu Streiks bei Banken, um für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen / Copyright: Agência Brasil
Seit gestern kommt es zu Streiks bei Banken, um für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen / Copyright: Agência Brasil

Seit gestern kommt es zu Streiks bei Banken, um für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen / Copyright: Agência Brasil

Seit gestern kommt es in Brasilien zum Bankenstreik, durch den 6.145 Bankfilialen und Verwaltungszentren von öffentlichen und privaten Banken im ganzen Land geschlossen bleiben. Die Zahlen gab der Nationale Verband für Arbeiter im Finanzsektor CONTRAF (Confederação Nacional dos Trabalhadores do Ramo Financeiro) bekannt. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist die Anzahl um 1.013 Filialen gestiegen, sie ist also um 19,73 Prozent höher.

Die Bankangestellten fordern Gehaltsangleichungen in Höhe von 11,93 Prozent, was dem Wert der Inflation der vergangenen zwölf Monate zuzüglich fünf Prozent Realgewinn entspricht. Weitere Forderungen sind die Aufwertung des Mindestlohns, eine höhere Beteiligung an den Bankgewinnen und mehr Arbeitsplätze. Sie setzten sich auch für die Abschaffung des Rotationsprinzips und des Outsourcings ein, für bessere Bedingungen im Gesundheits- und Arbeitswesen, für mehr Sicherheit in den Filialen sowie für Chancengleichheit.

Laut des Präsidenten des CONTRAF, Carlos Cordeiro, würde die starke Beteiligung an den Streiks zeigen, wie unzufrieden die Bankangestellten mit ihren Arbeitsbedingungen seien. Die Banken hätten eine Gehaltsangleichung von 6,1 Prozent vorgeschlagen, was aber angesichts ihrer Gewinne ein sehr geringer Prozentsatz sei. Außerdem würden Banken Arbeitsplätze abbauen und die Arbeitsbedingungen ihrer Angestellten eher verschlechtern, indem diese mehr Aufgaben erledigen müssten und auch Mobbing immer stärker Einzug hält. Des Weiteren sei die Anzahl an Banküberfällen, Entführungen oder sogar Mordfällen gestiegen, da zu wenig in die Sicherheit der Banken investiert wird.

Der Bankenverband FEBRABAN (Federação Brasileira de Bancos) versicherte der brasilianischen Bevölkerung, dass während der Streiks Kunden trotzdem Zugang zu Bankautomaten hätten oder aber auch per Onlinebanking oder per App über Smartphones Transaktionen abschließen könnten. (ds)



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