Die Kredit-Ratingagentur zweifelt, ob die politischen Korrekturmaßnahmen Wirkung zeigen werden. / Copyright: Wikimedia Commons, B64

Die Kredit-Ratingagentur Standard & Poor’s will die aktuelle Bonitätsnote von Brasilien von BBB- vorerst beibehalten, das bestätigte das Haus am Dienstag (28.07). Allerdings senkte die Agentur die Erwartung von stabil auf negativ herab. Brasilien behält damit seinen Rang der Investitionswürdigkeit, das heißt, es wird nach wie vor als sicher für Investoren eingestuft.

In der entsprechenden Mitteilung erklärte die Agentur, dass es „eine signifikante Korrektur der Politik während des zweiten Mandats von Präsidentin Dilma Rousseff gegeben hat“, dass aber trotzdessen „Brasilien herausfordernde politische und wirtschaftliche Umstände erlebt“.

Standard & Poor’s weist insbesondere daraufhin, dass sich die Korruptionsermittlungen, die Politiker und Unternehmen einschließt, auf die finanziellen und wirtschaftliche Entwicklung des Landes auswirken und die effektive Umsetzung der korrigierenden politischen Maßnahmen in Gefahr bringen.

Seit der Bewertung von Standard & Poor’s im März dieses Jahres, als die letzte Beurteilung stattfand, sind die Risiken im Land gestiegen. Laut der Agentur ist der schwache politische Zusammenhalt im Kongress auf kurze Frist ein wesentliches Risiko mit der Möglichkeit, dass die politischen Korrekturen unwirksam bleiben. (ls)

Quelle: Agência Brasil