Die Rating-Agentur Moody's setzt voraussichtlich demnächst Brasiliens Kreditwürdigkeit herab. / Copyright: Wikimedia Commons, Imalipusram Die Rating-Agentur Moody´s setzt demnächst Brasiliens Kreditwürdigkeit herunter. / Copyright: WikiCommons Autor: Imalipusram

Die brasilianische Regierung rechnet einem Bericht der Zeitung Valor Econômico zufolge damit, dass die Rating-Agentur Moody’s die Kreditwürdigkeit des Landes in den kommenden Wochen herunterstufen wird. Laut dem Valor sei die Regierung derzeit bemüht, zumindest die negative Ausrichtung der geringeren Bonität abzuwenden. Hierzu soll die Höhe der Investitionen im Land unbedingt beibehalten werden.

Durch die schwächelnde Wirtschaftslage und die geringeren Steuereinnahmen stehen die Anstrengungen einer Haushaltskonsolidierung in Frage. Dies beziehen die Rating-Agenturen ein, um die Zahlungsfähigkeit des Landes zu bestimmen und eine Einstufung des Risikos vorzunehmen. Im Falle der Herabstufung müssten der Staat und brasilianische Unternehmen auch bei gleich bleibenden Investitionen und Auftragslage mehr für Kredite aufbringen als bisher, wie der Valor berichtet. Dies würde die Wirtschaft und die öffentlichen Haushalte zusätzlich belasten.

Die Regierung habe bereits begonnen, einen Plan für die Folgen der Entscheidung von Moody´s zu erarbeiten, so die brasilianische Zeitung. Das Land wolle vor allem Einfluss auf die Ausrichtung der Herabstufung nehmen, um eine negative Perspektive der Kreditwürdigkeit des Landes zu verhindern.

Von den drei großen Rating-Agenturen setzte zuletzt Standard & Poor’s die Note für Brasilien um einen Punkt runter, verwies aber auf eine „stabile Perspektive“. Erst Anfang März dieses Jahres gab es ein Treffen zwischen Finanzminister Joaquim Levy und Vertretern der Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P) (BrasilNews berichtete, 6.3.15) in der Hauptstadt Brasília. (ms)

Quelle: Valor Econômico