Investitionen in den Bergbau verzehnfacht. Eisenmine im Bundesstaat Pará / CCL DiarioDaLiberdade

Investitionen in den Bergbau verzehnfacht. Eisenmine im Bundesstaat Pará / Copyright: CCL Diario da Liberdade

Die Investitionen im brasilianischen Bergbau sind in den letzten zehn Jahren um das Zehnfache gestiegen. Mit einer Rekordmarke von 55 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr entfielen auf Brasilien zuletzt 20 Prozent der weltweiten Förderinvestitionen. Im Vergleich zu 2002 mit einem Wert von 5,5 Milliarden US-Dollar ist das ein Anstieg um 900 Prozent. Dieser Trend setzt sich für die kommenden Jahre fort. Bis 2016 wird mit Investitionen im Wert von 75 Milliarden US-Dollar gerechnet.

Grund für diesen Boom sind vor allem bessere Ortungs- und Fördertechnologien. Diese ermöglichen nicht nur gänzlich unbekannte Vorkommen an Bodenschätzen ausfindig zu machen, sondern auch die Lage bekannter Reserven genauer orten zu können. Dies wiederum erlaubt zum einen Investitionen mit einem viel geringeren Risiko. Zum anderen werden auch Bodenschätze gewonnen, die vor zehn Jahren noch als unerreichbar galten.

Darüber hinaus aber trug die Entwicklung Chinas und dessen Nachfrage nach Metallen zu dem Wachstum bei. Allein 76 Prozent der Erlöse im Jahr 2001 entfielen auf den Eisenexport nach China.

Durch eine geringe Weiterverarbeitung der gewonnenen Rohstoffe und deren hauptsächliche Bestimmung für den Export schlägt sich der Bergbau jedoch kaum direkt im Bruttoinlandsprodukt (BIP) nieder. Zufolge eines Berichts des brasilianischen Instituts für Bergbau (Instituto Brasileiro da Mineração, kurz: Ibram) schlug die Förderung von Metallen trotz der enormen Umsätze nur mit 1,1 Prozent des BIP in 2008 zu Buche. Der Direktor des Ibram, Marcelo Tunes, verwies jedoch auf die Bedeutung des Bergbaus als Motor für die anderen Sektoren und Industrien. Dessen Wachstum lasse sich sehr wohl im BIP ablesen. (ms)