Die Industrieanlagen des deutschen Unternehmens sollen die Umwelt stark belasten / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Baytownbert
Die Industrieanlagen des deutschen Unternehmens sollen die Umwelt stark belasten / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Baytownbert

Die Industrieanlagen des deutschen Unternehmens sollen die Umwelt stark belasten / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Baytownbert

Im Bundesstaat Rio de Janeiro haben sich am Wochenende vier deutsche Abgeordnete mit den Repräsentanten der Bewohner und den Fischern getroffen, die unter den Auswirkungen auf die Umwelt durch die Anlagen und Arbeiten der Thyssen Krupp Gesellschaft für Hüttenindustrie im Atlantik (Thyssen Krupp Companhia Siderúrgica do Atlântico, kurz: TKCSA) bedroht sind. Die Abgeordneten sind Teil der Kommission für wirtschaftliche Entwicklung und der Subkommission für Gesundheit in Entwicklungsländern. Beide Kommissionen unterstehen der deutschen Regierung.

Die TKCSA eröffnete im Jahr 2010 eine Produktionsstätte in Santa Cruz, im Westen des Bundesstaats. Von Anwohnern, Fischern und dem Institut für politische Alternativen in der südlichen Region (Instituto Políticas Alternativas para o Cone Sul, kurz: Pacs) wird der deutsche Konzern beschuldigt, Luft und Wasser in der Region enorm zu verschmutzen. Eine Anwohnerin erklärte, dass das Unternehmen versprochen habe, mit den Verschmutzungen aufzuhören, alle acht Tage jedoch falle weiterhin ein silbriger Regen vom Himmel. Die Ökonomin Sandra Quintela des Pacs erklärte, dass sich das Unternehmen seit Beginn jeglicher Regeln und Gesetze die Umwelt betreffend entziehe.

Die deutschen Abgeordneten hörten den Anliegen der Anwohner zu, von denen viele gesundheitliche Probleme zu beklagen hatten, die erst mit der Inbetriebnahme der Fabrik entstanden seien. Die Politiker versicherten, dass man die gegensätzlichen Aussagen der Betroffenen und des Unternehmens prüfen und außerdem die Daten des Nationalen Instituts für Umwelt (Instituto Estadual do Ambiente, kurz: Inea) einbeziehen werde. In Deutschland werde man Thyssen Krupp dann erneut mit den Beschuldigungen konfrontieren. (sg)