Der Leiter des brasilianischen Gesundheitsverbandes ANS, André Longo, spricht über Probleme bei Krankenversicherungen / Copyright: Agência Brasil
Der Leiter des brasilianischen Gesundheitsverbandes ANS, André Longo, spricht über Probleme bei Krankenversicherungen  in Brasilien und die möglichen Lösungsansätze / Copyright: Agência Brasil

Der Leiter des brasilianischen Gesundheitsverbandes ANS, André Longo, spricht über Probleme bei Krankenversicherungen in Brasilien und die möglichen Lösungsansätze / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Gesundheitsverband ANS (Agência Nacional de Saúde Suplementa) teilte gestern (10.01.) mit, dass er die Kontrollkriterien für Anbieter von Krankenversicherungen verschärfen wolle. Grund dafür seien verstärkt Beschwerden darüber, dass Fristen für Arzttermine, Untersuchungen und Operationen nicht eingehalten werden würden. Bis zur Bekanntgabe der neuen Rahmenbedingungen sollen auch Kritiken bezüglich der schlechten Dienstleistungen von Krankenkassen berücksichtigt werden.

Am problematischsten sei laut Angaben des Leiters des ANS, André Longo, das Verstreichenlassen von Fristen bei Dienstleistungen. 40 Prozent aller Beschwerden beziehen sich auf diesen Aspekt, der schließlich zur Suspendierung von Versicherungen führt. „Wir wollen damit erreichen, dass effektiver gearbeitet wird, damit der Kunde auch tatsächlich die Dienstleistungen erhält, für die er einen  Vertrag abgeschlossen hat.“

Im ersten Untersuchungszeitraum über die Dienstleistungen von Versicherungsanbietern von Dezember 2011 bis März 2012 wurden 2.981 Beschwerden registriert, dies hatte allerdings noch keine Konsequenzen auf die Verträge. Von März bis Juni 2012 waren es bereits 4.682 Beschwerden, 268 Versicherungen wurden gekündigt. Von Juni bis September 2012 erhöhte sich die Zahl der Beschwerden auf 10.144, mit 301 Kündigungen. Im letzten Untersuchungszeitraum, dessen Daten gestern bekanntgegeben wurden, gab es bereits 13.600 Beschwerden und 225 Kündigungen. (ds)