Die ANATEL untersucht derzeit die Vertragsbedingungen zwischen den Telekommunikationsunternehmen TIM und Oi / Copyright: ANATEL
Der brasilianische Telekommunikationsverband ANATEL genehmigte gestern die Zusammenarbeit der Unternehmen TIM und Oi im Bereich der 4G-Technologie / Copyright: ANATEL

Der brasilianische Telekommunikationsverband ANATEL genehmigte gestern die Zusammenarbeit der Unternehmen TIM und Oi im Bereich der 4G-Technologie / Copyright: ANATEL

Die brasilianische Telekommunikationsagentur ANATEL (Agência Nacional de Telecomunicações) genehmigt gestern (18.04.) den Vorschlag zur gemeinsamen Nutzung der Infrastruktur der Mobilfunkbetreiber TIM und Oi. Beide wollen in Angebote und Qualität der 4G-Technologie (Mobiltelefonie der vierten Generation) mit einer Frequenz von 2,5 Gigahertz investieren.

Der Vorschlag beinhaltet, dass jeder Anbieter für den Ausbau seiner eigenen Infrastruktur an spezifischen Orten verantwortlich ist und dem anderen Anbieter die Nutzung dieser Anlagen erlaubt, wenn dieser ebenso Angebote am selben Ort hat. Außer der geteilten Nutzung der Übertragungsmasten, was bereits von anderen Firmen so praktiziert wird, baten die Unternehmen auch um die Genehmigung der ANATEL für die Nutzung von der bereits existierenden Infrastruktur, wie zum Beispiel Sendeanlagen und Basisstationen.

Laut Angaben des Berichterstatters der Angelegenheit, Rodrigo Zerbone, sollten diese Maßnahmen keinen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit in der Branche haben und die Kosteneinsparungen der Unternehmen würden letztendlich den Kunden zugutekommen. „In einem hart umkämpften Markt wie der Mobilfunktelefonie spricht sich die kleinste Kostenreduzierung bereits herum. So werden die Verbraucher von der Maßnahme profitieren, da sie mit attraktiveren Angeboten rechnen können und damit einhergehend mit besserer Qualität.“ (ds)