Der brasilianische Außenminister Antonio Patriota / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Außenminister Antonio Patriota / Copyright: Agência Brasil

Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy organisierte ein heute in Paris stattfindendes Treffen, an dem 50 Nationen teilnehmen und über die Zukunft Libyens diskutieren. Ziel ist es, gemeinsame Vorgehensweisen für den Wiederaufbau Libyens zu entwickeln und im Zuge dessen mit der Übergangsregierung Libyens zu kooperieren.

Der außerordentliche brasilianische Botschafter des Nahen Ostens, Cesário Melantonino Neto, wird dabei Brasilien vertreten. Dies wurde gestern (31.08.) von dem brasilianischen Außenminister Antonio Patriota bestätigt. An den Treffen der sogenannten Kontaktgruppe (Grupo de contato), welche bereits seit zehn Jahren stattfinden, beteiligen sich die größten Wirtschaftsnationen.

Neben Brasilien wurden auch die anderen BRICS-Staaten Russland, Indien, China und Südafrika eingeladen, Lösungsansätze im Libyen-Konflikt zu diskutieren. Mit ihren Repräsentanten hat der brasilianische Außenminister bereits Kontakt aufgenommen, um sich auf eine gemeinsame Position zu verständigen und diese bei dem heutigen Treffen zu vertreten. Laut Patriota sei es wichtig, bei den Verhandlungen die Autorität des UN-Sicherheitsrates, in dem Brasilien als nicht-ständiges Mitglied vertreten ist, zu wahren.

Weiterhin solle Brasiliens Vetreter Cesário Melantonino Neto auch das Gespräch mit der libyschen Opposition suchen. Der Experte des Nahen Ostens verfügt über weitreichende Kenntnisse der Region und hat bereits an ähnlichen Verhandlungen in Ägypten und in der Türkei teilgenommen. (gp)